Burgen und Schlösser
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frank frank ist männlich
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Bodenreform Barockschloss Rammenau Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Die Zeit der Bodenreform ist schon lange vorbei und trotzdem beschäftigen sich heute noch viele Menschen mit diesem meist umstrittenen Thema. Zeitzeugen sind beispielsweise Schriftstücke, die die Enteignung oder die Nutzung danach dokumentieren.
Der Übereignungsbeschluss der Landesbodenkommission an das Amtsgericht-Grundbuchamt Bischofswerda ist überliefert, worin die Übergabe des Schlosses an das Ministerium für Volksbildung vom 18. Oktober 1948 geschrieben steht.



Quelle: Barockschloss Rammenau

Hier heißt es „Die Landesbodenkommission hat in ihrer Sitzung vom 23.07.1948 beschlossen, dass Schloss Rammenau, Kreis Bautzen, unter Berufung auf die Verordnung über die landwirtschaftliche Bodenreform vom 10. September 1945 in Verbindung mit den Richtlinien zur Arbeit der Bodenkommission für die Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone, dem Ministerium für Volksbildung, Abteilung Kunst und Literatur, für museale und Schulzwecke zu übereignen, und zwar nach dem im Grundbuch für Rammenau Blatt ….. eingetragenen Besitzstand.“
Unterzeichner war der Vorsitzende der Landesbodenkommission, der Innenminister Sachsens.

Ein weiterer Brief, der die Zeit überdauert hat ist vom Ministerium für Volksbildung an die Hochschule für bildende Künste Dresden, betreffend die Übergabe Rammenaus von 1951.
Inhaltlich wird für „notwendige Reparaturen insbesondere für die Beschaffung von Wasser und Licht für dieses Jahr im Plan der Werterhaltung ein Betrag von ca. 10.000,-- DM zur Verfügung“ gestellt.



Quelle: Barockschloss Rammenau


Mag die Nutzung von Schlössern und Herrenhäusern in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone nicht immer so verlaufen sein, wie sich das der eine oder andere vorgestellt hat, Fakt ist aber, dass durch diese „Fremdnutzungen“ viele der Objekte „überlebt“ hat. Es gibt viele „Negativbeispiele“, die belegen, dass Objekte ohne Nutzung einfach abgerissen wurden und das nicht nur um Baumaterial bereitzustellen.

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Ein freundliches "Burg auf"
Burgen- und Schlösserfreund frank
09.02.2017 10:14 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Burgen Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Nach der Festung Königstein, der Burg Stolpen und dem Barockschloss Rammenau möchte ich heute ein weiteres von mir besuchtes Objekt beschreiben. Die Burg Hohnstein ist zwar etwas weniger bekannt, aber genauso sehenswert wie die gerade genannten Anlagen.
Sie liegt auf einem Sandsteinfelsen 140 Meter oberhalb des Polenztales oder rechtselbisch, wie man hier so zu sagen pflegt, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge des Freistaates Sachsen. Es ist die einzige noch erhaltene Burg von einst zahlreichen Anlagen auf dieser Elbseite.
Die vor der Burg gelegene Landstadt Hohnstein befindet sich auf einer Hochfläche, was man schon bei der Anreise bemerkt, denn es geht nur nach oben. Einziger Zugang zur Burg führt über den kleinen Marktplatz, wo man auch mit dem Auto kostenlos parken kann. Da man quer zum Burgberg parkt, steht man ungewöhnlich schräg, heißt auf der einen Seite die Tür beim öffnen festhalten und auf der anderen Seite mit größerer Kraftanstrengung "aufstemmen". Wer das Auto problemlos verlassen hat, kann sich hier auch stärken. Wir konnten bei schönstem Sonnenschein auf der Terrasse des kleinen Imbisses direkt am Markt selbstgebackenen Kuchen essen und dazu eine Tasse Kaffee trinken. Dann ging es Richtung Burg, aber Vorsicht, hier haben die Biker „Vorfahrt“!

Blick zur Burg über den kleinen Marktplatz von Hohnstein, links die Vorburg, auch neues Schloss genannt und rechts die Hauptburg (altes Schloss) mit Bergfried.




Quelle: frank


Bevor wir uns die Burg näher ansehen, noch kurz zur Geschichte.

- 12. Jh. Errichtung als böhmische Grenzfeste gegen Markgrafschaft Meißen (Sachsen), die heutige Sächsische Schweiz gehörte zu dieser Zeit zu Böhmen
- 1353 Burglehen an Hinko Berka von Dubá (Böhmen)
- 1443 Berken von der Dubá verloren durch Tausch- und Kaufgeschäfte die Burg an Kursachsen (Kurfürst Friedrich II. der Sanftmütige, Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen 1412-1464), blieb aber bis 1806 böhmisches Lehen
- 16. Jh. kurzer Besitz der Schönburger
- 1543 durch Tausch wieder an Sachsen (Herzog Moritz 1521-1553)
- Burg wird kurfürstliches Amt/ Verwaltungssitz/ Gerichtsstand und Gefängnis
- 17./18. Jh. viele der ursprünglichen Bauten aus Holz werden durch Steinbauten ersetzt
- 1639 erfolglose Belagerung der Burg durch Schwedische Truppen
- 1861 Auflösung des Amtssitzes und Einrichtung einer „Männerkorrektionsanstalt“, man kann auch Besserungsanstalt sagen
- 1919 Nutzung als Jugendgefängnis
- 1924 Beschluss des Sächsischen Landtages, Nutzung der Burg durch den Reichsverband Deutscher Jugendherbergen, heute in Nachfolge das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH)
- 1926 Eröffnung der Jugendherberge (Jugendburg), damals die größte in Deutschland mit über 800 Plätzen
- 1928 erste Aufführungen auf der Burg durch die Puppenbühne "Hohnsteiner Kasper" (Exponate im Museum zu sehen)
- 1933/1934 auf der Burg wird ein Konzentrationslager mit über 5000 politischen Gefangenen, den sogenannten „Schutzhäftlingen“ eingerichtet
- 1935 Nutzung als Reichsjugendherberge der Hitlerjugend
- während des Zweiten Weltkriegs Kriegsgefangenenlager in der Burg
- Zuflucht für Flüchtlinge nach Kriegsende
- 1949 wieder Jugendherberge
- 1951 größte Jugendherberge der DDR, erhielt den Ehrennamen "Ernst Thälmann"
- 1953 Einrichtung des Naturwissenschaftlichen Nationalmuseums für Geologie, Botanik, Zoologie und Ökologie der Landschaft
- 1989 gab es Pläne Seitens der DDR-Obrigkeit, hier in der Burg ein Internierungslager für ca. 900 Gegner der SED-Herrschaft einzurichten (dazu kam es GsD nicht mehr)
- 1997 Umwandlung zum heute genutzten Naturfreunde- und Jugendgästehaus, sowie kleines Museum zur Geschichte der Burg und das bereits oben erwähnte seit 1953 bestehende Naturwissenschaftlichen Nationalmuseums
Über eine steinerne Rampe geht es zum ersten Tor. Darüber befindet sich das kursächsische Wappen und der Schriftzug „Jugendburg“.




Quelle: frank


Rechts hinter dem Tor ist dann gleich der Kassenbereich mit kleinem Souvenirshop. Hier steht auch ein Automat, an dem man sich eine Souvenirmünze (Deutsche Münzkollektion) mit der Burg Hohnstein im „Tausch“ gegen 2 Euro als Andenken mitnehmen kann.

Blick vom ersten Tor und Souvenirshop zum Neuen Schloss, wo man für wenig Geld übernachten kann (Bikerhotel).




Quelle: frank


Und die Gegenrichtung vom Neuen Schloss zum ersten Tor und oberhalb zur Kernburg mit Bergfried.





Quelle: frank


Weiter geht es die steinerne Rampe, die teilweise in den Sandsteinfelsen gehauen wurde, hinauf über das erste Tor zum zweiten Tor mit einem längeren Gang Richtung Bergfried. Direkt hier gibt es eine kleine Tür, die in das ehemalige Verlies führt. Da kann man die dicken Mauern des Turmes erkennen.
Heute ist hier ein Gedenkraum eingerichtet, der, so steht es auf den an der Wand angebrachten Tafeln, an die auf dieser Burg ab 1934 ermordeten Kämpfer gegen den Faschismus erinnert. Auch 109 Frauen waren auf der Burg inhaftiert.
Da dieser Zugang zum Kerker im Mittelalter nicht vorhanden war, wurden die Gefangenen, meist arme Bauern die gewildert hatten, durch die Öffnung im Gewölbe heruntergelassen oder auch geworfen. Über dem Kerker befanden sich die Gerichtsstube und darüber der Wachenraum, der auch der Verteidigung diente. Leider kann man diese nicht besichtigen.




Quelle: frank


Kommt man aus dem Gang heraus, steht man auf dem oberen Burghof.





Quelle: frank


Hier kann man den Überdachten Brunnen sehen, ins Museum gehen, zum Schlosscafe und zum Alten Schloss und dessen Turm besteigen. Von hier hat man nicht nur einen Überblick über die Burganlage, sondern kann weit in die Landschaft sehen.




Quelle: frank


Abschließend möchte ich Euch noch einige Fotos von der Burganlage zeigen.
Das Neue Schloss mit dem markanten Treppenturm.




Quelle: frank


Die Hauptburg mit Bergfried vom Garten der Vorburg aus.




Quelle: frank


Das letzte Foto zeigt die Hauptburg, wie ich sie bei der Anreise zu Gesicht bekam.




Quelle: frank


Leider bekommt die Burg Hohnstein seit 2013 kein Geld mehr von der Stadt und aus dem Kulturraum zur Förderung kultureller Einrichtungen und musste deshalb die Eintrittspreise erhöhen. Ist aber mit 3 Euro für Erwachsene, ermäßigt 2 Euro und der Familienkarte für 7,50 Euro noch erschwinglich. Ich wünsche der Burg viele zahlungskräftige Besucher, damit sich nicht irgendwann die Tore für immer schließen und keine Besichtigung mehr möglich ist.


Mehr Infos zur Burg gibt es hier;

http://www.burg-hohnstein.info/de/burg-hohnstein


Ein Blick lohnt auch auf die Burgrekonstruktion.

http://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=3845/

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Ein freundliches "Burg auf"
Burgen- und Schlösserfreund frank
16.03.2017 08:51 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Schloss Weesenstein Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Schloss Weesenstein im Müglitztal bei Dresden blickt auf eine mehr als 700 jährige Geschichte zurück. Einst als Vorposten der Burg Dohna gegründet, 1402 belagert und durch Beschuss mit bis zu 150 kg schweren Blidensteinen zerstört, bald darauf von den Bünaus wieder aufgebaut, wandelte die Burg sich erst in ein Renaissanceschloss und später in ein Barockschloss. Im 19. Jahrhundert war es dann sogar zeitweiliges Refugium der sächsischen Könige. Bis auf das Belvedere auf der anhöhe hat sich die Anlage mit ihren hochinteressanten Innenräumen vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert erhalten, wie sonst in kaum einer sächsischen Anlage. Dadurch, dass man im Barock das Unterschloss zum Wohnen ausbaute, kam es zum Kuriosum, dass man von den barocken Wohnräumen zu den mittelalterlichen Kellern nach oben steigen muss. Auf Arstempano wird Schloss Weesenstein weiter im Detail vorgestellt inklusive Panoramarundgang, virtuell wieder aufgebautes Belvedere oder die Bildfolge zur Baugeschichte mit drei Perspektiven.




Burg Weesenstein um 1400





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ARSTEMPANO - das sind „ARS“ (lat.) für die darzustellende Baukunst, „TEMP“ für die Reise durch die Zeit und „PANO“ für unzählige, qualitativ hochwertige 360°-Panoramen, anhand derer auf unserer Internetplattform heutige und historische Orte erlebt und verglichen werden können.

>>digitale Zeitreisen<<
24.03.2017 17:17 calabrone ist offline E-Mail an calabrone senden Homepage von calabrone Beiträge von calabrone suchen Nehmen Sie calabrone in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Andreas!!

Das ist eine sehr schöne Schlossanlage, die Du uns hier vorstellst. In meinem letzten Urlaub war ich auch dort. Leider ist mein Bericht dazu noch nicht fertig. Werde ich sicher noch als Ergänzung mit einstellen.
Auch die von Dir erwähnte Internetseite www.arstempano.de ist sehr sehenswert und macht nicht nur viel Freude, sondern auch viel Arbeit. Ganz toll gemacht.

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Ein freundliches "Burg auf"
Burgen- und Schlösserfreund frank
04.05.2017 11:47 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Festung Königstein bei Nacht und Nebel Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Ergänzend zu meinem Bericht zur Festung Königstein mit ihren vielen Modellen.
Bei bestem Sonnenschein und bei Dauerregen habe ich die Festung Königstein schon besucht, aber bei Nacht und Nebel war für mich neu.
Bei Nacht, das heißt im Sommer abwarten, bis nach 22:30 Uhr. Diese Ansicht lohnt länger wachzubleiben.



Quelle: frank



Quelle: frank


Und bei Nebel, der ganz langsam aus dem Elbtal sehr früh am Morgen nach oben steigt und nach und nach den Blick auf die „Kulisse“ der Festung freigibt. Im Sekundentakt ändert sich die Ansicht, da kann man den Finger auf dem Auslöser lassen.



Quelle: frank





Quelle: frank

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Burgen- und Schlösserfreund frank
04.05.2017 11:51 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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