Burgen und Schlösser
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frank frank ist männlich
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großes Grinsen Groschis Wasserdrachen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Groschi!!

Danke für Dein Dank.Freude
Was hat Dir denn an dem "Wasserdrachen" so gut gefallen??

Für mich steht auf alle Fälle fest, da muss ich nochmal hin!!Ritter
Nicht erst zur 800 Jahr Feier von Anhalt im nächsten Jahr!!

Aber erst mal muss ich den Bericht meiner ersten Tour in diesem Jahr fertig machen. Hoffentlich habe ich nicht zuviel versprochen mit dem Einstellen in "dieser" Woche. rotes Gesicht

Wie würde Bruni sagen; An die Arbeit!

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Ein freundliches "Burg auf"
Burgen- und Schlösserfreund frank
15.04.2011 00:35 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
Groschi
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Ich mag solche Skulpturen einfach. Und Wasserspeier sind was ganz besonders kreativ schönes. da gibt es die dollsten Dinger.

Im übrigen: schön gemachter Bericht. Der Riesenerker mit dem Glockentürmchen ist wirklich sehenswert. Das sind so baudetails, die ein Bauwerk erst so richtig indira ... indistru .. na ... individuell und lebendig machen.

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16.04.2011 16:38 Groschi ist offline E-Mail an Groschi senden Homepage von Groschi Beiträge von Groschi suchen Nehmen Sie Groschi in Ihre Freundesliste auf
frank frank ist männlich
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Daumen hoch! Groschis Lob Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Groschi
Im übrigen: schön gemachter Bericht. Der Riesenerker mit dem Glockentürmchen ist wirklich sehenswert. Das sind so baudetails, die ein Bauwerk erst so richtig indira ... indistru .. na ... individuell und lebendig machen.


Danke Groschi für Dein Lob. Ja die Baudetails machen viel aus und geben dem Gebäude die gewisse Einmaligkeit!

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Burgen- und Schlösserfreund frank
18.04.2011 09:49 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Menno ;( Frank Deine schönen Bilder von Schloss Ballenstedt hatte ich noch gar nicht gesehen. Ich find Baudetails auch immer sehr interessant, da steckt oft mehr Geschichte dahinter als am ganzen Gebäude.
Dein Wasserdrachen find ich auch sehr schön, ich fotografiere auch sehr gerne Brunnen mit Wasserfontänen. Muss mal gucken, ob ich auch irgendwo ein Bild mit nem wasserspeienden Tier finde allerdings einen Drachen hab ich keinen.
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die Bilder. Freude

liebe Grüße
Ute

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Liebe Grüße
Ute
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18.04.2011 10:00 Ute ist offline E-Mail an Ute senden Homepage von Ute Beiträge von Ute suchen Nehmen Sie Ute in Ihre Freundesliste auf
frank frank ist männlich
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großes Grinsen Hallo Ute! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Ute!!

Was heißt hier "Menno"?? Nicht traurig sein Ute. Nicht nur Schloss Ballenstedt ist eine Reise wert. Unter Sachsen-Anhalt Gartenträume findest Du viele tolle Anlagen.
Ich freue mich schon auf Deine wasserspeienden Tierchen.

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Ein freundliches "Burg auf"
Burgen- und Schlösserfreund frank
18.04.2011 10:36 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Burgen Kleine Bördetour zu den Burgen Egeln und Wanzleben Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Burgen- und Schlösserfreunde!!

Frank war wieder auf Tour. Ritter

Leider, wie ich schon schrieb, hatte mich eine Speicherkarte „verlassen“ und so sind alle Bilder (ca. 200 Stück) verloren. Deshalb habe ich die dritte von mir besuchte Burg hier herausgelassen. Diese werde ich hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.

So nun zu meiner ersten Station.

In der kleinen Stadt Egeln, in der gleichnamigen Mulde und Magdeburger Börde, auf halbem Wege in Richtung Halberstadt gelegen, gibt es eine alte Wasserburg.
Sie liegt im heutigen Salzlandkreis, der 2007 durch die Zusammenlegung der ehemaligen Landkreise Aschersleben-Staßfurt, Bernburg und Schönebeck gebildet wurde.

Hier der Zugang mit Bergfried, Torhaus und Schaugiebel des Palas;









Kurzer geschichtlicher Abriss:
- 941 erstmalig beurkundet, Schenkung der Orte Osteregulun, Westeregulun und einen Teil des Hakelwaldes von König Otto I. an Siegfried den Sohn des Markgrafen Gero
- es wird auch ein neues Kastell erwähnt, das dem Schutz der Furt durch den Bodefluss vor dem die Heerstraßen aus Erfurt, Quedlinburg und Goslar zusammentrafen und zu einer Straße vereinigt nach Magdeburg führte, diente
- 10./ 11. Jahrhundert die Askanier legten aus Platzmangel eine planmäßige Neustadt nordöstlich der Bode mit Markt und Kirche im Schutze einer neuen Burg an
- 1250 wurde die Burg von den Edlen von Hadmersleben erobert, die ihren Hauptsitz auf die Egelner Burg verlegten und sich nun Herren von Egeln nannten
- 1259 Gründung des Klosters Marienstuhl (gibt es heute noch) auf dem Gelände des alten Kastells, auf Bitten der Gemahlin Otto des Älteren, Jutta von Blankenburg
- 1416 Graf Curd von Hadmersleben zu Egeln verstarb ohne männlichen Nachkommen, Egeln kam an die Grafen von Barby,
- 1418 an das Magdeburger Domkapitel, welches die Burg zum Schloss umbaute und als Sommerresidenz und Tafelgut nutzte
- Umbau unter Erzbischof Günther von Schwarzenburg (1403-45) zu einer spätgotischen Anlage
- während des Dreißigjährigen Krieges zeitweilig Heereshauptquartier der Schwedischen Armee und Wohnsitz des Generalfeldmarschall Johann Banèr
- danach preußische Domäne und Pachtgut für verdiente Offiziere
- 1945 war die Anlage Volkseigenes Gut, Verfall setzte ein
- 1987 „Aktion Wasserburg“ ,dem Egelner Uhrmacher Hans Grube gelang es, den Direktor des Gutes dafür zu gewinnen und somit einen Stadtratsbeschluss zu verhindern, den Burggraben mit Bauschutt zu verfüllen
- 1993 Bergfried und das Torhaus wurden restauriert, das Egelner Museum für Vor- und Früh- sowie Stadtgeschichte zogen ein
- 1995 kam die Burganlage in den Besitz der Stadt Egeln, langfristiger Ausbau als kulturelles Zentrum der Stadt geplant

Details im Innehof;









Teile der Burg, der Burghof, die Wege um den Wassergraben und natürlich das Museum mit Bergfried können besichtigt werden. Wenige Parkplätze sind in der Nähe vorhanden.

Auf der Oberburg mit Freilichtbühne, Kreativzentrum und Kellertheater finden ganzjährig Veranstaltungen der verschiedensten Art statt. Im Foyer des Museums besteht die Möglichkeit, sich standesamtlich trauen zu lassen und Feiern im romanischen Gewölbe der Burg auszurichten. Ab 2008 kann man im Palas der Burg übernachten.




Schutz der Burg durch Wassergraben und dicke Mauern;







Eine Jahreszahl im Bergfried und Bilder mit bester Aussicht auf den Burghof;







die "alte" und die "neue" Kugel des Bergfrieds;





Ein tolles Andenken und Lesezeichen, die Eintrittskarte;



die Wasserburg als Modell;




und zum Schluss der ersten Burg noch etwas zum nachlesen;



Mehr Infos gibt es hier: www.wasserburg-egeln.de


Die zweite und letzte Burg die ich hier vorstellen möchte ist die Burg Wanzleben in der gleichnamigen Stadt im Landkreis Börde vor den Toren von Magdeburg. Es handelt sich hier in Wanzleben um eine der größten Niederungsburgen in Europa, an der früheren Heerstraße von Magdeburg nach Hadmersleben an der heutigen „Straße der Romanik“ (gibt es auch ein Buch). Hier nächtigten auch schon König Friedrich II. von Preußen und Kaiser Napoleon Bonaparte von Frankreich.

Der Hinweis zur Burg und der Zugang;





kurz zur Geschichte;
- 889 Ersterwähnung des Namens "Wanzleben" im Kloster Gandersheim (gegründet 856)
- 956 ein Burgwart auf Wanzleben wird erstmals erwähnt
- 968 erstmals erwähnt, als Rundburg mit doppelten Gräben und Wällen angelegt
- der 30 m hohe über tausend Jahre alte romanische Bergfried steht frei und von weitem sichtbar im Burghof
- 12. Jahrhundert Verwaltung durch das Stift Gandersheim
- 1378 verkauften die Herren von Wanzleben die Burg an den Erzbischof von Magdeburg
- 1583 erfolgten Erweiterungen durch Erbischof Joachim Friedrich
- 1680 bis 1945 brandenburgisch-preußische Domäne
- 1710 kauf des 1. Rittergutes der Stadt Wanzleben durch Johann Christoph Kühne
- 1778 königliche Amtsräte der Rittergutsfamilie Kühne pachten die Burg (bis 1945)
- 18./19. Jahrhundert wurden Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude um- und ausgebaut
- 1945 Übernahme der Burg durch die Rote Armee und Enteignung des Amtsrats Erich Kühne, anschließend Sitz der Verwaltung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)
- 1990 erwarben Nachkommen der letzten Pächter (Familie Kühne) die Burg und rekonstruierten sie ab 1996
- 2003 die Anlage wird als Wohngebäude, Hotel, Tagungsstätte und Restaurant genutzt

Im Torhaus ist mir ganz besonders diese Tür aufgefallen mit tollen Details;









Der freistehende Bergfried im Innenhof;







und Details am Bergfried;





und ein Blick zurück zum Torhaus vom Innenhof aus;







eine Gasse im Burghof;



und so gut kann dezente Beschriftung sein;



Erinnerungstafeln am ehemaligen Pferdestall des letzten Besitzer vor der Enteignung und an den Neuen, ein Nachfahre, sowie ein Blick ins Innere, heute gemütliches Hotel/Restaurant;





und noch eine Damals/Heute-Ansicht des ehemaligen Palas;





Beim Rundgang außen um die Burg herum kann man auch schöne Details entdecken.




Auch hier lohnt sich ein Besuch, vielleicht zu Kaffee und Kuchen!?

Mehr Infos hier: www.burg-wanzleben.com

Übrigens liegt diese Burg an der Strasse der Romanik!!



Diese beiden Beispiele sollen zeigen, dass es geht Burgen vor dem Verfall zu bewahren und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hier gibt es noch mehr!!




Viel Spaß auf Eurer nächsten Tour, vielleicht durch die Magdeburger Börde!?

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Burgen- und Schlösserfreund frank
11.05.2011 13:43 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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großes Grinsen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Mei da werden Erinnerungen wach
sowohl Egeln als auch Wanzleben waren so die ersten Lager
und Burgfeste die ich in Gewandung besuchte
*seufz*
watt waren wir jung.
12.05.2011 00:09 Bruder-Isnogud ist offline E-Mail an Bruder-Isnogud senden Beiträge von Bruder-Isnogud suchen Nehmen Sie Bruder-Isnogud in Ihre Freundesliste auf
Groschi
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Toll!
Die Tür ist wirklich schön!
Es ist schade, daß die Treppe und der zugang in heutiger Zeit (siehe Vergleichsfotos) nicht mehr vorhanden ist. Das ist doch immer wieder spannend, das heute mit dem Damals zu vergleichen fröhlich
Im Osten des HRRDN habt ihr auch sehr interessante Burgen und Schlösser.

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12.05.2011 11:27 Groschi ist offline E-Mail an Groschi senden Homepage von Groschi Beiträge von Groschi suchen Nehmen Sie Groschi in Ihre Freundesliste auf
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Burgen im "Osten" Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Groschi
Toll!
Im Osten des HRRDN habt ihr auch sehr interessante Burgen und Schlösser.


Na sag ich doch. Ein Grund mehr diese Burgen und Schlösser bekannter zu machen.

Fahret hin, sehed und staunet!!lachen

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Burgen- und Schlösserfreund frank
12.05.2011 17:08 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Schlösser Jagdschloss Letzlingen vor der Renovierung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Burgen- und Schlösserfreunde!!

Das Jagdschloss Letzlingen, vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. in Auftrag gegeben und auf den Mauern eines Vorgängerbaues ab 1843 errichtet, liegt idyllisch umgeben von Wald und Heide, der Colbitz-Letzlinger Heide, im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Vom einfachen Jagdhaus Mitte des 16. Jahrhunderts, über eine Jagdburg, die Hirschburg, ab 1560 erbaut im Auftrag des brandenburgischen Kurfürsten Johann Georg bis hin zum prachtvollen Jagdschloss vergingen einige Jahrhunderte.
Heute wird man in der Schlossgaststätte verwöhnt, kann im Schloss auch übernachten und sich in der Ausstellung über die Jagdgeschichte, auch der Königlich-preußischen, informieren.

Ich war mal vor (2000) und auch mal nach (2004) der Renovierung dort. Wie es nach der Renovierung aussieht, hat uns Christian unser Rügenfan schon gezeigt. Vorher, na seht selbst….



























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Burgen- und Schlösserfreund frank
17.05.2011 11:36 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Schlösser Schlösser in Sachsen-Anhalt – Schloss Neuenburg/Unstrut Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Burgen- und Schlösserfreunde!!

Es gefällt mir immer besser in Sachsen-Anhalt, aber bevor die Reise weiter geht Richtung MeckPomm noch einen kurzen Halt in dem Winzerstädtchen Freyburg an der Unstrut. Hier finden wir auf einem spornartigen Ausläufer einer Hochfläche Schloss Neuenburg. Auch dieses Schloss liegt an der Strasse der Romanik.
Die Bezeichnung Neuenburg leitet sich von neue Burg ab. Aus alten mittelalterlichen Urkunden ist auch die Schreibweise castrum Nuwenburg, niwen burch und Novum castrum überliefert. Wo neu sollte auch was altes sein? In welchem Bezug die neue Burg zu einer alten in der Nähe stand ist unklar.
Schloss Neuenburg ist eine der ältesten und war die größte und wichtigste Burganlage der Thüringer Landgrafen. Sie ist deutlich zweigeteilt in die Kernburg mit dem sogenannten Schlossbau und in die ältere Vorburg.
Besondere Bedeutung hat die 1180 errichtete Doppelkapelle mit ihrer außergewöhnlichen Bauzier.



der noch vorhandene Bergfried "Dicker Heinrich" etwas außerhalb der Kernburg, auch von innen zu besichtigen;





einige Burgtore Richtung Kernburg;





und ein Abort neben dem Anderen;



in der Kernburg;







Kurz zur Geschichte;

- nach 1085 gelangt das Gebiet um Freyburg an Ludwig den Springer, der kurz darauf die neue Burg anlegen ließ (z.B. 1090 erste Ringmauern) mit einer Grundfläche von ca. 5000qm
- 1247 starb das Geschlecht der Ludowinger aus und die Burg gelangte an die Markgrafen von Meißen (Wettiner)
- bis 1440 wurde die Burg vernachlässigt, dann setzte unter Herzog Wilhelm III. von Sachsen (der Tapfere, 1425 bis 1482) erneute Bautätigkeit ein
- Umbau zu einem Jagdschloss durch Kurfürst August von Sachsen Mitte des 16. Jahrhunderts
- 1656 bis 1746 Nutzung als Jagdschloss durch die Herzöge von Sachsen-Weißenfels und den sächsischen Kurfürsten Friedrich August II.
- 1770 unter staatlicher Verwaltung
- 1815 in preußischen Besitz
- 1935 erstes Museum auf dem Schloss
- 1970 bis 1989 nicht für die Öffentlichkeit zugänglich
- 1990 wieder Museum und mit gastronomischem Angebot
- 1997 Eigentum der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt

und die Doppelkapelle außen und innen;





An der Burg und späteren Schloss wurde ständig mehr oder weniger gebaut. Es gibt aber mehrere größere Bauphasen die Erste ab Baubeginn ab 1090, die zweite Bauphase ca.1150 bis 1175, die Dritte bis 1190, die Vierte um 1215/1225, die fünfte spätgotische Umbauphase von etwa 1400 bis 1440 und die Bauphase in der neueren Zeit im 16./17. Jahrhundert.
Bei der Doppelkapelle sieht es ähnlich aus. Auch hier finden wir größere Bauphasen, von der eingeschossigen Burgkirche (zweite Hälfte 12. JH), über das Erweitern zur dreischiffigen Kapelle mit Obergeschosses (Ende 12. JH) bis zum Einbau eines vierfachen Kreuzgratgewölbes gegen 1220/1230.


Ich kann es nur immer wieder sagen oder schreiben, Fahrt hin, seht Euch diese tollen Objekte an, denn diese Burgen und Schlösser brauchen jeden einzelnen von uns. Nur so ist die Zukunft gesichert und was wir von unseren Eltern übernommen haben, können wir ruhigen Gewissens an unsere Kinder weitergeben!

Fahret hin, sehet und staunet!!!

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Burgen- und Schlösserfreund frank
18.05.2011 14:49 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Schlösser Schloss und Park Ballenstedt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Passend zum schwierigen Suchbild habe ich hier noch den Bericht, viel Spasss. zwinkgrins

„Harzlich Willkommen in Ballenstedt - der Wiege Anhalts“

So fing ich bereits in meinem ausführlichen Bericht vom 11.04.2011 zur Geschichte Ballenstedts an. Und es stimmt. Ich war vor kurzem nochmal da und ich wurde wirklich „Harzlich“ empfangen.
Dieses Jahr steht natürlich unter dem Motto „800 Jahre Anhalt“ und kein bisschen eingestaubt!!
Zur namengebenden Burg Anhalt im Selketal habe ich es leider nicht mehr geschafft. Ist nicht schlimm, „vielleicht“ ist die Ruine im nächsten Jahr noch da und wir stoßen auf das Jahr 801 an!
Ballenstedt hat mit Kronberg im Taunus (Hessen) eine Städtepartnerschaft und Raoul hatte schon angemerkt, das Kronberg bei ihm vor der Haustür liegt. Super!

Nun zu dem Rundgang mit vielen Bildern.


Die Schlossauffahrt von der gleichnamigen Stadt aus ist steiler als es auf den Bildern scheint. Ich habe noch eine alte Ansicht zum Vergleich Mal mit angehängt; Links ist das Schlosstheater zu sehen.



Quelle: frank


Quelle: Schloss Ballenstedt


Der Schmuckerker von 1881 ist immer ein Hingucker. Diesmal etwas näher durch moderne Fototechnik. Früher war er mal natürlich „umrahmt“.



Quelle: frank



Quelle: Schloss Ballenstedt


Damit man auch weiß, wo man steht, gibt es Straßenschilder.



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Da wir gerade bei Schildern sind, möchte ich nur kurz erwähnen, das Ballenstedt an der Strasse der Romanik liegt.



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Auf in den Innenhof. Die Schlosskapelle mit der Krypta darunter in frischem gelb und auch in schwarz weiß.



Quelle: frank



Quelle: frank



Quelle: Schloss Ballenstedt



Quelle: frank



Bevor wir hineingehen, noch eins, zwei, drei Blicke zur Parkseite des Schlosses jetzt und damals.



Quelle: frank



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Quelle: Schloss Ballenstedt



Quelle: Schloss Ballenstedt



Also hinein;

Zuerst werden wir von einer netten „jungen“ Dame empfangen. Es ist Uta von Naumburg auch Uta von Ballenstedt (1000?-1046) genannt. Sie war mit dem Markgrafen von Meissen Ekkehard II. verheiratet.
Diese Büste ist eine Nachbildung aus dem Naumburger Dom (Westchor). Die originale Steinfigur wurde vom Naumburger Meister im 13. Jh. geschaffen und gehört zu den bedeutendsten plastischen Bildwerken der deutschen Gotik.
Sie ist eine von zwölf Stifterfiguren einer frühen Kapelle, um die der neue Naumburger Dom im 13. Jh. gebaut wurde.



Quelle: frank


In der Nikolaikapelle befindet sich die Grablege des Markgrafen Albrecht des Bären (1100-1170)und seiner Frau Sophie. Er ist hier begraben, wo einst alles begann.
Der askanische Graf Albrecht der Bär gilt nicht nur als Stammvater Anhalts sondern ist auch Eroberer und Begründer („meiner“) Mark Brandenburg!
Diese Grablege wurde in der heutigen Form von den Nationalsozialisten 1938 angelegt und diente in den 1980er Jahren der Kampfgruppe als Waffenkammer!




Quelle: frank



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Die Schlosskirche oder auch Klosterkirche genannt, hatte für mich zwei Reize. Zum einen das freigelegte romanische Kapitell aus dem 12. Jh…..



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… und zum anderen die Krypta. Hier geht es hinunter. Einzelne Kapitelle habe ich aus näherer Entfernung fotografiert. Sie befinden sich im Mittelschiff der Krypta. Auf dem letzten Bild ist eine Säule in der Ostapsis zu sehen.



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So es wurde langsam Zeit etwas Gutes zu essen. In dem ehemaligen Refektorium im Westflügel sind die Klosterstuben gemütlich eingerichtet. Bewirtet wird man natürlich in Mönchstracht. Und das hat geschmeckt!!!



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Über dem Kamin hängt ein Bild des Joachim Ernst Herzog von Anhalt (01.11.1901 in Dessau bis 18.02.1947 in Buchenwald).



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Nach dem Essen ging es zur Verdauung in den Park zum ausgedehnten Spaziergang. Und was man da so alles trifft! Einen Goldenen Löwen oder auch Groschis „Wasserdrache“, der eigentlich ein Lindwurm ist. Schwäne auf dem Teich und Schlangen, ja jede Menge Schlangen!




Quelle: frank



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Und dann sah ich einen weißen Stein. Da musste ich auch noch hin. Es war ein Gedenkstein auf dem stand;

GUSTAV IV. ADOLPH
KÖNIG VON SCHWEDEN
WAR HIER
AM 24. AUGUST 1803

Ich habe mir erlaubt die Zeitangabe nicht in römischen Zahlen zu schreiben.
Gustav IV. Adolf (1778-1837) war von 1792-1809 König von Schweden.



Quelle: frank



Quelle: frank



Wir kamen zum Marstall, der jetzt als Altenheim genutzt wird. Zum Vergleich noch ein Bild vor der Restaurierung. Wir sehen auch hier „800 Anhalt“.



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Und noch ein Detail an einem Stein neben dem Marstall, etwas grün.



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Fast wieder am Ausgangspunkt angekommen noch ein Höhepunkt. Das Modell der einstigen stolzen und namengebenden Burg von Anhalt.



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Ergänzen möchte ich diesen Bericht noch mit vier Luftaufnahmen. Bei der einen s/wAufnahme sieht man am oberen Rand ein Gebäude. Das ist das Jagdschlösschen Röhrkopf. Toller Name und auch ein tolles Haus. Es steht heute noch und wird aufwändig durch die Familie von Anhalt restauriert. Ich war vor Jahren mal dort, vor der Restaurierung, Junge Junge. Später Mal. Vielleicht bekomme ich nochmal eine Einladung nach der Fertigstellung!?



Quelle: Internet



Quelle: Internet



Quelle: Schloss Ballenstedt



Quelle: Schloss Ballenstedt



Das Schloss Ballenstedt wurde um 1845/1850 auf einem Eisenkunstguss aus der Mägdesprunger Hütte gefertigt. Diese tolle Arbeit wird dem Modelleur Johann Heinrich Kureck (1821-1889) zugeschrieben. Es hat eine Originalgröße von 136 x 108 mm. Eigentlich kann man gar nicht von Größe sprechen!



Quelle: Internet


Vom Schloss (Turm) Ballenstedt konnte ich schon zu meinem nächsten Ziel schauen, der Roseburg. Malerisch verewigt wurde sie auf dem zweiten Foto. Gemacht habe ich es im Schlossturm mehrere Etagen über der Nikolaikapelle( mit der Grabstelle).




Quelle: frank



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Zur Roseburg selbst komme ich demnächst etwas ausführlicher! Geduld, Geduld!!


Mehr Infos gibt es unter;

www.Anhalt800.de oder

www.hs-anhalt.de


Übrigens wissen wir mehr über Anhalt als wir denken!! Zum Beispiel kennt jeder die russische Zarin Katharina II. genannt die Große (1729-1796). Dabei war sie auch eine anhaltinische Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg. Da ich gerade dabei bin, sie war auch Großfürstin Katharina Alexejewna von Russland.

Ich habe kürzlich in der Zeitung gelesen, dass der berühmteste Anhaltiner Fürst Leopolt I. ist, besser bekannt als „Der Alte Dessauer“ (1676-1747)!

Und was ist mit „Albrecht dem Bären“? Einige werden es wissen!? Albrecht heißt erst seit dem 19. Jh. Albrecht, vorher hieß er Adalbert!

Heute ist Herr des Hauses der 70-jährige Eduard Prinz von Anhalt.

Noch kurz was kurioses. Vielleicht hat schon jemand etwas von „Askania Nova“ gehört oder gelesen?
Es war mal Anhalts einzige Kolonie, die grandios scheiterte. Globale Bedeutung erlangte sie als Tierschutzgebiet und liegt kurz vor der Insel Krim in der Ukraine.


So jetzt ist Schlusssss! Nur der Bericht und die großen Veranstaltungen zu den 800 Jahrfeiern natürlich!! Aber die vielen Objekte in Anhalt, nicht nur Schloss und Park Ballenstedt, warten auf Euch. Da ist noch lange nicht Schluss! Fahrt hin und seht Euch alles an. Viel Spassssss.

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06.12.2012 14:52 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
Brunhilde Brunhilde ist weiblich
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Lieber Frank...

ich komme mit dem Ansehen der ganzen Bilder ja kaum noch nach...
Alle Achtung und Respekt, wie fleissig Du hier am wirken bist!!! Freude

Etwas habe ich eben aber auch wieder gefunden!!! zwinkgrins

Die zwei Bilder, die Du bei dem Ratespiel eingestellt hast!
Von Albrecht dem Bären... lachen

Da ich nach langer Zeit mal wieder hier bin, kann ich mich
kaum retten... so viel gibt es zu lesen und betrachten!
Macht aber... wie immer... grossen Spass!

Lieben Gruss von der Bruni Freude

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Errare humanum est - Oder => Irre sind auch Menschen!
12.12.2012 15:35 Brunhilde ist offline E-Mail an Brunhilde senden Homepage von Brunhilde Beiträge von Brunhilde suchen Nehmen Sie Brunhilde in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Bruni!

Du sagst es , "Grossen Spass". Ohne diesen wäre es nicht mal halb so schön!!
Und solange es Spass macht, werden wir dieses Forum "zutexten" und mit Bildern "überschütten" wie noch N I E !!!!

Aber erst nach der Weihnachtspause! lachen

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12.12.2012 23:03 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Burgen Die Roseburg bei Ballenstedt – Ein Märchenschloss!? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!


Wie im Bericht zum Schloss Ballenstedt versprochen, komme ich nun zur nächsten Station, zur Roseburg. Inzwischen ist mein Besuch schon wieder viele Wochen her, aber lieber spät als nie!
Sie liegt in Sichtweite zum Schloss Ballenstedt, nur wenige Kilometer Richtung Rieder, heute ein OT von Quedlinburg. In Rieders Dorfkirche hängt übrigens eine über 1000 Jahre alte Glocke, eine der ältesten in ganz Deutschland.



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Von hier kann man sehr gut das benachbarte Schloss Ballenstedt sehen.



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Und die Teufelsmauer.



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Und den Brocken. Die Besucher des Brockens mit seinen 1141 (,1) Metern hatten garantiert den Aufstieg entweder zu Fuß oder mit der Dampflok sowie die super Aussicht genossen.



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Langsam, aber mit festem Schritt, nähern wir uns dem Eingang der Roseburg. Der Löwenkopf ist ein Detail am Tor.



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Im Burghof fallen mir zuerst die Mühlensteine auf. Warum wohl? Richtig. Weil ich im Burgtorbereich noch nie Mühlensteine gesehen habe. Und dahinter die Tür zum Burgcafe geschlossen.



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Am liebsten hätte ich diese mit der dort stehenden „Kanone“ aufgeschossen.



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Sollte ich danebenschießen, Munition war auch genug da.



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Egal, weiter geht’s.



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Da hängt eine Glocke! Oh eine Glocke. Da ist auch ein Schild angebracht worauf steht; „Ein Augenblick, ein Stundenschlag 1000 Jahre sind ein Tag“.



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Aber kommen wir zur Burg als solches. Ein nachempfundener Wohnturm aus dem 20. Jh.



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Hier ein Gesamtbild der Anlage, hofseitig. Links die Remise.



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Noch einige Details am Schloss und dann geht es in den Park. Der der mit dem Drachen kämpft, ist der heilige Michael.



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Der könnte mal nicht aus Beton, sondern aus Sandstein sein! Ein Überbleibsel der einstigen Sammlung.



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Ein Wasserspeier, dem wir auch im Park noch begegnen werden, scheint eine „Mischung aus Adler und Steinbock“ zu sein!?



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Die die meine Berichte gelesen haben, werden schon bemerkt haben, das mir persönlich diese Burg nicht so, sagen wir mal, vom Hocker reißt! Obwohl sie sehr romantisch „rüberkommt“.
Dafür ist der Park sehr schön gemacht und auch die sich dort befindliche Wasserachse ist ein „Hingucker“. Man kann Beton auch für schöne Dinge verwenden, nicht nur zum Straßenbau.
Der Park wird durch eine reiche architektonische und figürliche Ausstattung geprägt und ist immerhin unter den besten 40 in Sachsen-Anhalt! Dazu passend gibt es ein Buch, „Gartenträume“ heißt es. Ganz toll gemacht. Einige Anlagen in dem Buch habe ich bereits besucht und es stehen noch mehr auf meiner Wunschliste.

Bevor wir nun Richtung Park schreiten, noch kurz etwas zur kurzen Geschichte der Roseburg.

- 963 urkundliche Ersterwähnung als Rudeloffsburg, Rudolphsburg oder Rolevesborch, diese fiel wüst im 16. Jh.
- 1905 Verkauf des Geländes aus dem Hause Anhalt-Dessau an Bernhard Sehring (1855-1941)
- 1907 Baubeginn der Roseburg
- 1929 die Grundmauern der alten Burg werden ergraben
- 1933 wurde der Privatbesitz der Öffentlichkeit zugänglich
- 1941 stirbt der Baumeister, Architekt und Besitzer Bernhard Sehring
- 1950 verfällt die Anlage nach dem Tod seiner Witwe
- 1955 übernimmt die LPG Tierproduktion Rieder („7. Oktober“) die Burg, die Sammlungen im inneren der Gebäude wurde leider in alle Himmelsrichtungen zerstreut, Parkausstattung blieb erhalten
- im großen Obstgarten wurde Hühnerzucht und Eierproduktion betrieben
- 1984 es finden umfangreiche dringend notwendige Sanierungsarbeiten statt
- 2005 kauft ein Berliner Unternehmer die Anlage




Also auf in den Park und lassen wir den Burghof hinter uns!



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Und da treffen wir auch schon das erste wilde Tier. Ein Hund mit Löwenblick? Glücklicherweise wird dieser von einer großen Betonvase quasi „festgehalten“!



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Von denen gab es noch mehr!



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Weiter ging es eine Allee entlang mit vielen Putten, ganz in weiß.



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Oha, da waren plötzlich zwei Löwinnen mit Flügeln!? In der Fachsprache heißen sie Chimären. Auf einem Bild habe ich die Linke Chimäre ohne Kopf gesehen. Ist aber inzwischen wieder ergänzt worden.



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Wir sind mal mutig und gehen näher heran. Der Mensch ist nun mal von Natur aus neugierig! (Fast alle!)



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Ich nahm all meinen Mut zusammen (war nicht viel), und gab einer die Hand!



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Wau. Die tut keinem was. Sind ganz liebe „Tierchen“.


Beruhigt gingen wir weiter und kamen an einen weit geschwungenen Weg, der eine Art Trennung zwischen gestaltetem und wildem Park bildet. Auch hier standen die kleinen Putten und „tanzten“ vergnügt.




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Mittig war ein Platz der Ruhe bzw. zum ausruhen.



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Der Blick schweifte über den Park und blieb an einer Mauer hängen. Was ist das für eine Mauer?
Diese verläuft einmal rundherum um Park (ca. 1600 m) und Roseburg. Roseburg. An Rosen kann ich mich gar nicht erinnern. Waren dort auch Rosen zu sehen?? Ja, einige wenige meine ich gesehen zu haben.




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Wenige Schritte und wir standen an der Attraktion des Parks, die 100 m lange Wasserachse. Und begrüßt wurden wir von einer „Dame“ ganz in grün spärlich bekleidet. Zu ihren Füßen lagen 4 „Beschützer“.



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Ein Blick über die Schulter dieser grünen Schönen und ein zweiter Blick unter der „Fußgängerbrücke“ zeigt die aufsteigende Wasserachse.



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Es sieht nicht so hoch aus, aber wir sind im Harzvorland! Um also dort hinauf zu kommen folgt man einfach den vielen kleinen Wegen und Umwegen bzw. folgt diesem Hinweisschild „Zum Aussichtsturm“ steht dort drauf.



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Oben angekommen, natürlich den Aufstieg genossen, gab es eine „alte“ Überraschung.
Vor einem Wasserbecken mit Geländer stand ein Marmorbrunnen mit einer ziemlich hässlichen aber leider notwendigen rostigen Metallhaube. (Da gibt es bestimmt eine andere Lösung!?)Die eigentliche Überraschung bzw. mein Staunen wurde von einem kleinen Schildchen an dieser Haube verursacht. Da steht doch wirklich „Marmorbrunnen 11 Jh. Italien“!!! Das Ding musste ich mir erst mal genauer ansehen. Doch inmitten des vielen Beton ein Stück italienischen Marmors. 11. Jh. ist schon eine Weile her.



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Direkt daneben steht er, der Aussichtsturm, auch Mausoleum genannt. Er ist ruinenartig angelegt. Der kurze Aufstieg lohnt allemal, nicht nur der schönen Aussicht.
Mit dem Kamin kannst Du heizen bis der Arzt kommt, es wird drinnen nicht warm.



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Eine Etage unter dem „Kaminzimmer“ wurde er 1941 beigesetzt, der Architekt und Baumeister Bernhard Sehring, Vater der Roseburg, wie uns ein Schild informiert.
Er nutzte die Roseburg als Sommersitz und Ausstellungsort seiner gesammelten Kunstschätze.




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Hinter diesem Gitter befinden sich nicht nur die Grabplatte, sondern auch beschädigte, aber schön anzusehende farbige Mosaike.



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Noch ein Blick zum Turm hinauf, an dem Tag gab es wenig Wolken und einen Weitblick vom feinsten.




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Weiter ging es abwärts einige Stufen und auch hier noch einen Blick zurück zum Turm. Die größere „Öffnung“ oben ist die Etage mit dem Kamin und die Untere mit der Begräbnisstätte.




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Nächste „Station“ war der „Wehrgang“. Dieser täuscht ein Alter vor, den er nicht hat. Trotzdem wirkt er auf mich wie „verzaubert“. Aber seht selbst.



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Ich ging hinein die Stufen hinunter und ich hatte das Gefühl, dieses „Bild“, diesen „Anblick“ schon irgendwo gesehen zu haben. Zu Hause nach längerem Suchen fand ich die Lösung. Dieser „Anblick“ war auf einem Buch abgebildet.
Bitte hier ist Bild und Buch.



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Und weiter ging es.



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Unten angekommen in einem nachempfundenen Wehrturm (Wachturm) war ….. wieder ein Kamin!



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Ich möchte gern noch einige Details „loswerden“.



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Wie wäre es mit noch etwas Turm?



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Ein Teil der Mauer verläuft direkt an der Straße.



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Richtung Ausgang fiel mir noch eine Säule auf, die ich vorher nicht bemerkte. Oder stand diese vorhin noch nicht da?



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Kurz vorm Verlassen des Burgareals lief mir noch ein Burgbewohner über den Weg.



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Ich hoffe der kleine Rundgang durch einen der 40 schönsten Gärten Sachsen-Anhalts hat Euch gefallen. Verabschieden möchte ich mich jetzt und heute von Euch mit den Worten von Detlev von Liliencron,
„Aus weißem Stein geformt, im Junigarten, liegt eine Sphinx, die greulichste der Katzen.
Es küssen ihr die zierlichsten Standarten, die Rosen, windgeschaukelt, leicht die Tatzen.“

Für alle Liebhaber historischer Gärten zu empfehlen, nicht nur das Buch (Gartenträume), sondern diese Anlage hier.

Mehr Infos unter

http://www.roseburg-harz.de/index.php

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31.01.2013 13:08 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Burgen Börde-Museum auf der Burg Ummendorf Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Heute möchte ich Euch eine Burg vorstellen, die ich bereits im letzten Jahr besucht hatte, aber aus zeitlichen Gründen noch nicht bearbeiten konnte. Eigentlich sind es noch mehr Objekte die ich besucht habe, vielleicht schaffe ich die Bearbeitung noch in diesem Jahr! (neben den Neuen)

Die Burg Ummendorf liegt in Sachsen-Anhalt im Landkreis Börde. Mit der Börde hat die Burg sehr viel zu tun, da sie nicht nur in der Magdeburger Börde liegt, sondern auch das Börde-Museum beheimatet. Der Magdeburger (Bördehamster) sagt nicht Magdeburg, sondern „Machtebursch“.
Es sei noch erwähnt, das Ummendorf zur Verbandsgemeinde Obere Aller mit Sitz in Eilsleben gehört. Übrigens die Aller ist ein kleines Flüsschen mit zwei Quellen bei Ummendorf.
Mag Ummendorf nicht jedem bekannt sein, dafür aber einige historische Bauten, wie der Magdeburger Dom, die mit Ummendorfer Sandstein (auch Magdeburger Sandstein genannt) gebaut wurden.
Selbst auf Weisung Friedrich des Großen wurde dieser Ummendorfer Naturstein in den Prachtschlössern Potsdams verbaut. Das war mir neu!

Um die Anlage erst einmal im Ganzen vorzustellen, ich meine bildlich, habe ich als erstes ein Luftbild gewählt.



Quelle: Burg Ummendorf


So nun stehen wir schon vor dem Torhaus und bitten um Einlass. Die Vögel auf den Torpfeilern sind Preussen – Adler und sehen sich an. Es sind Repliken, die in den 1980er Jahren und 1990 durch den VEB Denkmalpflege Magdeburg Anstelle der Originale aufgestellt wurden. Die Originale stehen (leider) ungeschützt auf dem Burginnenhof!
Direkt über dem Tor steht auf einer Sandsteintafel „Der Name des Herren ist ein festes Schloss“ usw. und zum Schluss steht noch „ Andreas von Meyendorff Anno Christi 1581“.




Quelle: frank



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Bevor wir näher kommen und zu einem Rundgang hineingehen, noch kurz etwas zur Geschichte. Es sei noch gesagt, das es leider kein Heft oder Buch zur Burg gibt und ich die Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen habe.

- 1145 Ersterwähnung Ummendorfs in einer Besitzurkunde, Papst Lucius II. bestätigt dem Kloster Berga bei Magdeburg den Ummendorfer Besitz
- 1178 bau der Burg zur Sicherung der Grenzen (zum heutigen Niedersachsen) durch den Magdeburger Erzbischof Friedrich I. von Wettin unter Verwaltung der Ministeriale der Herren von Ummendorf
- 1180 werden in einer Urkunde die Herren von Ummendorf als Stiftsvasallen bezeichnet
- ca. 1350 die Ritter Hildebrand und Volbrecht von Oebisfelde werden als Besitzer benannt
- 1389 Burg und Teile des Dorfes werden vom Erzbischof Albert von Magdeburg erworben
- Anfang 15. Jh. bekommt die Burg Familie von Veltheim als Lehen, die als Raubritter 1430 von den Magdeburgern vertrieben wurde
- ca. 1450 (eher 1463) Herren von Meyendorff herrschen auf der Burg (Lehen)
- 1535 Kauf der Burg vom Magdeburger Erzbischof durch Johann v.M.
- bis 1581 lassen sie um den erhaltenen Bergfried die heutige unregelmäßige dreiflügelige Burganlage im Stil der Renaissance errichten,
- 1553 berief der Burgherr Andreas I. von Meyendorff einen ev. Pfarrer nach Ummendorf
- 1556 ließ er die Kirche aufwendig umbauen (10 Jahre lang)
- 1564 Gründung einer Küsterschule durch Andreas I. v. M. und Einführung der Schulpflicht für Jungen
- 1623 Verwüstung der Burg durch Truppen Christians von Braunschweig
- 1625 Wallenstein besetzte die Burg im Dreißigjährigen Krieg
- die wertvolle Büchersammlung wird auf neun Wagen nach Böhmen unter Oberst Pechmann abtransportiert
- 1644 wird kurz ein Königsmarcksches Regiment stationiert
- 1667 (andere Quelle 1650) Linie von Meyendorff stirbt in Ummendorf aus
-
- 17. Jh. wieder im Besitz derer von Veltheim
- Ummendorf kommt durch den Westfälischen Frieden an das Kurfürstentum Brandenburg und wird kurfürstliche Domäne
- 18hundert und ein paar zerquetschte ging die Burg als Geschenk an den französischen Marschall Soult, es war die Zeit der französischen Fremdherrschaft (Königreich Westfalen)
- nach Napoleon wurde Ummendorf preußische Staatsdomäne
- 1912 Kauf der Burg durch die Gemeinde Ummendorf
- 1924 Einrichtung des noch heute bestehenden Bördemuseums


Durch das lange Torhaus kommen wir in den Burghof.




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Linker Hand steht er, der Bergfried.




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Unten im Mauerwerk ist eine Tür (vor hundert Jahren) eingebaut und da schauen wir gleich mal rein.




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Da ist kein Verließ, da war auch keines. Es ist der ehemalige Brunnen direkt im (unter) dem Bergfried. So war die Versorgung mit frischem Wasser bei einer Belagerung immer gesichert.


Nach oben ging es hier nicht und so bin ich wieder aus dem Bergfried raus auf den Hof. Dort bin ich fast gegen diesen Brunnen aus neuerer Zeit gelaufen! Stand der vorhin auch schon da?




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Schon sehe ich die nächste Tür offen stehen. Diesmal ging es eine Etage tiefer in den „Weinkeller“!




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Die Fliesen reißen keinen Historiker und auch keinen Burgenfreund vom Hocker, oder?


Nun wird es aber Zeit. Rauf auf den Bergfried! Erst durchs Museum mit vielen landwirtschaftlichen Utensilien und dann die vielen Treppen nach oben. Hier empfängt uns der bereits oben erwähnte Andreas von Meyendorff (1522 – 1583) „persönlich“. Es ist ein Foto vom Epitaph A.v.M., denn das Original befindet sich in der Dorfkirche, in der ich leider nicht drin war!
Er hat die achteckige Aufstockung des Bergfrieds 1576 veranlasst, damals noch mit einer zwiebelförmigen Dachhaube. (siehe Rekonstruktionszeichnung unten)




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Ein Blick von oben in den Burghof;




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und wieder einen Blick hinauf, diesmal aus dem Zwinger.




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Um überhaupt in den Zwinger zu gelangen, mussten wir durch den mit vielen Kräutern gepflanzten Kräutergarten.




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Im Zwinger traf ich auf die alte historische Landmaschinenausstellung, einen alten stummen Mann und auf einen „Anbau“ bei dem man sich fragt, was hat sich der Baumeister nur dabei gedacht?




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Über diese steinerne Brücke sind wir am Anfang unseres Besuches ins Torhaus gegangen, dort sollten wir auch wieder raus!



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Ein Besuch lohnt nicht nur für Durchreisende wie ich! Vom 20 Meter hohen Bergfried hat man eine tolle Aussicht über Burg und Börde. Übrigens wird der Bergfried im Volksmund auch „Gefangenenturm“ genannt. Der achteckige Turmaufsatz wird ins 16. Jh. und der untere Teil in die zweite Hälfte des 12. Jh. datiert.
Sehenswert sind auch die Landtechnikausstellung und der Kräutergarten mit über 500 verschiedenen Kräutern.

Der Südflügel wird heute als Grundschule genutzt.




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Ich habe im Internet noch eine tolle übersichtliche Rekonstruktionszeichnung zur Burg Ummendorf gefunden.




Quelle: http://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=950/



Bevor wir aber die Burg wirklich verlassen, noch ein kleines aber feines Gebäude, das Lusthaus! Man kann es auch als Gartenpavillon bezeichnen.
Dieser Rundbau aus dem ausgehenden 18. Jh. wurde erst 2000/2001 saniert und hat sogar einen Kamin. Das klingt doch schon gemütlich, oder?

Ich möchte Euch drei Bilder zeigen, die unterschiedlicher nicht sein können, das Erste vom Anfang des 20. Jh., dann Mitte des 20. Jh. und das dritte Bild Ende des 20. / Beginn des 21. Jh.! Das sind gerade mal 100 Jahre.




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Auch hier wollen wir noch einen Blick hinein wagen.




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Nanu!? Tür zu! Kein Problem, Simsalabim.




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Na bitte. Geht doch.




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Und als letztes der versprochene Kamin.




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Mehr Infos zur Burg und Museum;

http://www.boerde-museum-burg-ummendorf.de/

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24.04.2013 20:16 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Schlösser Schloss Peseckendorf – Das „Sanssouci der Börde“ Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hier sollte der Beitrag zum Schloss Peseckendorf stehen!! Auf ein neues.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von frank: 22.01.2014 17:35.

20.01.2014 10:30 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Schlösser Schloss Peseckendorf – Das „Sanssouci der Börde“ Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!


„Es liegt ein Dorf im Bördeland“ kann man in der alten Bode-Zeitung von 1920 lesen.

Das gemeinte Dorf ist Peseckendorf, ein ehemaliges Rittergut. Es gehörte ursprünglich dem Geschlecht derer von Asseburg.
Peseckendorf klingt zugegeben etwas seltsam, ist aber ein kleines malerisches Dörfchen mit einem großen aufwendig renovierten Gutsherrenhaus (Schloss), das erst 1906 - 1909 vom Architekten Paul Schultze-Naumburg im Auftrag der Familie Schaeper (Schaerper) nach historisch überlieferten Zeichnungen errichtet wurde und auch als „Sanssouci der Börde“ bezeichnet wird.
An der Parkseite seht ihr warum, so wie auf diesem gemalten Schild an der Kreuzung nach Peseckendorf.




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Der Vorgängerbau wurde bereits 1857 – 1859 abgerissen und die Steine fanden beim Bau der Umfassungsmauer des Gutes sowie beim Bau der Kapelle im Ort Verwendung. Zur Kapelle komme ich später am Ende dieses Beitrages noch etwas näher.

Noch kurz zur Lage.
Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde, Peseckendorf ist seit 2010 Ortsteil von Oschersleben (Bode),

Den Ort habe ich bereits im vorletzten Jahr besucht, quasi auf der Durchreise. Und das war gut so, denn ich habe vor kurzem bei meinen Recherchen gelesen, das die Einrichtung im Schloss aus Kostengründen zum 01. November 2012 geschlossen wurde und das Gebäude verkauft werden soll.
Neuer Besitzer könnte die neu gegründete Schloss Peseckendorf GmbH werden.

Die Einrichtung, von der ich schreibe, ist (war seit 1991) der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt (Landesjugendbildungsstätte kurz LaJuBi). Abkürzungen sollen uns das Leben leichter machen! Manchmal gibt es zu viele davon.
Da die Geschichte des Hauses kurz ist, aber lebendig, hat es bis heute „überlebt“.
Nach der Enteignung zog 1945 eine Schulungstätte des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und von 1969 bis 1991 ein Hilfsschulheim ein.

Vor dem ehemaligen Gutshof kann man bequem Parken und es wird gleich am Eingang auf die Nutzung hingewiesen.




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Gehen wir näher!




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Bevor wir an der Tür klingeln und um Einlass bitten, gehe ich mit Euch noch eine Runde außen herum. An den Teichen und Kanälen wurde gerade gebaut und deshalb ist so wenig Wasser darin. Dazu sehen wir mehr beim Parkspaziergang.




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Und noch einige Details;




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Das war ganz schön, oder? Ich hoffe nun weiß jeder, warum dieses Schloss auch das „Sanssouci der Börde“ genannt wird!
Nun aber wieder zurück zur Eingangs (hof) seite.




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Mal sehen, was in diesem Schmuckstück aus der Vergangenheit erhalten geblieben ist.
Zunächst die Eingangshalle mit Säulen, Treppe und Reliefs, natürlich mit Pferden, wir sind ja schließlich auf dem Lande.




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Auf dem Rettungsplan ist gut die Raumaufteilung mit dem in der Mitte befindlichen Eingangsbereich und dem großen runden Saal zu sehen. Das ist der nächste und schönste Raum.




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Lasst uns noch nach oben gehen.




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An den Schlosskomplex schließt sich ein ca. 8 ha großer Landschaftspark mit 3 Teichen und Kanälen an.
Noch ein letzter Blick zum Schloss.




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Der Park mit all seiner Schönheit und Natürlichkeit.





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Hier kann man (Frau auch) sich richtig hängen lassen und entspannen.




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Eine Besonderheit in diesem wunderschönen Park ist der 25 Meter hohe Wasserturm aus dem 19. Jh. Hier könnte man das Märchen "Rapunzel" drehen. Treppen Fehlanzeige!!

Da taucht er auch schon aus dem waldähnlichen Parkabschnitt auf.




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Na dann, gehen wir mal näher ran!




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Der Blick ins Innere zeigt, es gibt wirklich keine Treppen, von einem Fahrstuhl ganz zu schweigen!




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Zum Turm habe ich noch eine technische Zeichnung sehen dürfen. Auf dem Entwurf rechts waren mal Treppen vorgesehen.




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Dieser Turm ist auch Wahrzeichen der ehemaligen Gemeinde und wurde auf dem neuen Wappen, das erst 1999 vom Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt wurde, abgebildet.




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Die Farben Rot und Silber (Weiß) sollen auf die ursprüngliche Zugehörigkeit zum Bistum Halberstadt verweisen. Den Park mit seinen vielen Baumarten (auch exotische) symbolisieren die beiden Blätter.
Fachsprachlich in der Heraldik kling die Beschreibung so (Zitat) : „In Silber eine steigende rote Spitze, belegt mit einem schwarz gefugten, spitzbedachten silbernen Turm mit je einer Tor- und Fensteröffnung; oben begleitet von zwei steigenden roten Ahornblättern.“


Zum Abschluss unseres kleinen Rundgangs über das Gut Peseckendorf ist natürlich ein Abstecher zur kleinen Kapelle ein Muss. Sie erreicht man in nicht mal zwei Minuten vom Schloss aus Richtung Dorf.
Im romanischen Stil wurde die Kapelle 1857 im Auftrag des damaligen Patron und Rittergutsbesitzers Herrmann Degener errichtet. Auf einem Bild zu sehen ist die über dem Eingang angebrachte Inschrift mit der verwitterten Jahreszahl 1867 ?, oder meine Augen lassen nach.
An den Längsseiten sind je drei in Backstein eingerahmte Fenster zu sehen. Mit dem Strick kann man noch heute die kleine Glocke im Dachreiter zum läuten bringen. Wie schon oben angedeutet, wurden zum Bau dieses Gotteshauses Steine vom Vorgängerbau des heutigen Schlosses verwendet. Die Spuren der Verwitterung sind am ganzen Haus allgegenwärtig.





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Ergänzung


Also zum 01.11.2012 wurde die Landesjugendbildungsstätte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Schloss Peseckendorf aus Kostengründen geschlossen.
Das Schloss übernahm die erst im Dezember 2012 gegründete Schloss Peseckendorf GmbH und sollte auch künftig "für Kinder und Jugendliche, Projekte, Vereine beispielsweise für Sport und Erlebnispädagogik, Ferienfreizeitgestaltung, Kulturveranstaltungen und Bildungsveranstaltungen genutzt werden". Der Kauf des Schlosses erfolgte erst im April 2013.
Im Juli 2013 war es öffentlich, dass die wieder eingestellten Mitarbeiter kein Geld für ihre Arbeit bekamen. Es kam noch schlimmer! Wie ein Polizeisprecher der dort ansässigen Tageszeitung bestätigte, ermittelt die Kriminalpolizei wegen Insolvenzverschleppung. Man man man und das alles auf Kosten der Kinder.
Im Oktober 2013 gibt der Paritätische Landesverband die Rückabwicklung des Kaufvertrages bekannt.
Beide Parteien sind vom Kaufvertrag zurückgetreten und nun geht sie wieder los die Suche nach einer
tragfähigen Nachnutzung der Liegenschaft.
Die Damen und Herren machen es sich leicht und sprachen davon, "die Sache auf Null" zu setzen und von vorn zu beginnen. Mal sehen, was weiter passiert!

Eine erfreuliche Nachricht konnte ich auch lesen. Die Sanierung des Schlossparkes ist weit vorangeschritten. Die Brücken und Bachläufe sind bereits saniert. Die Stadt Oschersleben tätigt hier "nicht unerhebliche Investitionen". Das alles gelingt nur durch die Arbeit des Kultur- und Heimatvereins sowie der Unterstützung eines Fachplaners und der Denkmalpflege.
Schön, dass es noch solche Menschen gibt, die sich kümmern. Nur wenn man sich bewegt, kann man was bewegen!!

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Schlösser Schloss Plötzkau und das kleine Fürstentum Anhalt-Plötzkau Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Wenn es im 17. Jh. schon das Guinness Buch der Rekorde gegeben hätte, würde dort unter "kleinster souveräner Staat der Welt" das Fürstentum Anhalt-Plötzkau (1611 - 1665) stehen. Ja, Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) hatte hier seine Residenz, im heutigen Salzlandkreis südwestlich von Bernburg an der Saale in der Magdeburger Börde.
Anstelle einer mittelalterlichen Grafenburg steht heute ein prächtiges Renaissanceschloss, das sich sehen lassen kann.

Zuerst ein Foto aus der „Ameisenperspektive“ vom April 2014.



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Und weitere Fotos von der Saale (Radweg) aus aufgenommen.



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Auf einer etwas älteren Postkarte sieht man das Schloss noch in „Mausgrau“ vor der Renovierung.



Quelle: Postkarte


Zum Vergleich eine Ansicht, wie sich das Schloss heute dem Betrachter präsentiert.



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Charakteristisch sind die vielen Giebelgauben, sogenannte Querhäuser, 21 an der Zahl sollen es sein, zumindest waren es so viele im 19. Jh. bis 1833 eine einstürzte! Immer muss erst was passieren und dann wird gehandelt. So wie auch heute noch.
Diesen Einsturz nahm man also zum Anlass, wenn auch erst ab 1865 (32 Jahre später), um alle Querhäuser zu sanieren bzw. zu erneuern.


Wer gern zählen möchte, hier eine Luftaufnahme. Ich habe nicht alle 21 Querhäuser entdeckt!



Quelle: Schloss Plötzkau


Ich möchte nur einige (wichtige) Ereignisse der Geschichte "anreißen". So die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1049. Zwanzig Jahre später führte Bernhard I. den Titel
"Graf von Plötzkau".
Konrad von Plötzkau wurde mit 23 Jahren 1130 durch König Lothar (später Kaiser) zum Markgrafen der Nordmark ernannt. Drei Jahre später verstarb er bereits.
1139 wurde die Burg zerstört, aber kurz danach wieder aufgebaut. Der Umbau von der mittelalterlichen Burg zum Wohnschloss erfolgte von 1566 bis 1573 mit über 70 Gemächern, Stuben und Säle. Vieles von damals sehen wir noch heute!!
Übrigens mit der Errichtung der Residenz 1611 in Plötzkau zog auch mit Glanz und Gloria fürstliche Hofhaltung mit allem drum und dran hier ein. Sogar eine eigene kleine Armee von 20 Kriegsknechten und eine Schar Lehensreiter waren vorhanden. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass das Fürstentum mit einer Fläche von 40 Quadratkilometern nur 2000 Untertanen besaß. Und wo ein Fürst darf eine Fürstin nicht fehlen. Die Gemahlin von Fürst August hieß Sibylla, eine geborene Gräfin von Solms-Laubach (1590-1659). Sie hatten acht Kinder, davon drei Söhne. Sie teilten sich nach dem Tode Augusts im Jahre 1653 die Herrschaft, bis 1665. Einer, Prinz Ernst Gottlieb, starb bereits mit 34 Jahren (1620-1654), die beiden anderen, Prinz Lebrecht (1622-1669) und Prinz Emanuel (1631-1670) übernahmen das Fürstentum Anhalt-Köthen. So erlosch nach nur 54 Jahren das Fürstentum Anhalt-Plötzkau im Jahre 1665.
1741 erfolgte eine Fremdnutzung des Schlosses als Lackwarenfabrik und von 1841 bis 1874 als Straf- und Besserungsanstalt.

Mehr zur Geschichte gibt es auf dieser ausführlichen Zeittafel;

http://www.schloss-ploetzkau.de/zeittafel.html

Jetzt nähern wir uns dem Schloss und stehen direkt unterhalb.



Quelle: frank


Dann lasst uns mal zur Schlossbesichtigung "schreiten". Parkplätze stehen direkt vor dem Schloss kostenlos zur Verfügung. Heute gibt es zwei Wege in den Schlosshof. Der eine entstand durch Abbruch des Verbindungsbaus, in dem es ein zweites Tor gegeben haben soll. Alte Ansichten sind leider nicht vorhanden.



Quelle: frank



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Hier noch ein Bild zum Vergleich meines Besuches aus dem Jahre 2005 zu heute. Da war die Mauer vor dem Schloss doppelt so hoch und die untere Reihe Fenster war nicht zu sehen.

2014



Quelle: frank



2005



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Und der andere Weg war einst der einzige Zugang (im Mittelalter) durch das dreifache Torhaus in den ehemaligen Burghof. Eine Zugbrücke führte über den damaligen tiefen Graben. Einfach der Beschilderung folgen!



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Noch ein Bild meines damaligen Besuchs 2005.



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Zugang 2014



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Übrigens führt hinter dieser Tür des Treppenturmes ein Weg in den sogenannten Fürstensaal (Rittersaal), der auch als Kino zu DDR-Zeiten genutzt wurde. Leider ist dieser nicht mehr zu besichtigen.
Sehenswert sind der Sandsteinkamin (1567) mit dem prunkvollen Aufsatz und den farbenprächtigen Fürstenwappen. Vor Jahren war ich dort mal drin. Ich suche noch ein Foto! Nach längerem Suchen Gefunden!!



Quelle: frank


Kurz zu den Wappen.
Auf dem Bild links ist das Wappen der Askanier zu sehen, bestehend aus neun Schilden.
Oben links der schwarze goldgekrönte Bär mit goldenem Halsband auf silbernem Grund auf roter Zinnenmauer (Bärenringer) schräg aufwärts, dem "sagenhaften Urahn der Askanier aus der Zeit Karls des Großen". Oben Mitte für die Herrschaft Ballenstedt mit fünf schwarzen Balken auf goldenem Grund. Oben rechts die Herrschaft Askanien (Aschersleben) mit zwölf in schwarz-silber geschachten Feldern. Mitte links in Gold-Rot ein viergeteiltes Schild für die Grafschaft Waldersee. Das in der Mitte (Herzwappen) befindliche Wappen zeigt den halben Brandenburgischen roten Adler und das sächsische Balkenschild mit grünem Rautenkranz. Damit will man an die einst in diesen Landen ausgeübten Herrschaften erinnern. Mitte rechts soll die Herrschaft Warmsdorf mit zwei goldenen Schrägbalken auf blauem Grund darstellen.
Schon sind wir in der untersten Reihe. Links der silberne Adler auf blauem Grund steht für die Grafschaft Mühlingen. Unten Mitte die sogenannte "Blutfahne" oder auch "Blutschild" soll den Besitz von Reichslehen (Regalien) symbolisieren. Unten rechts wieder ein schwarzer Bär, diesmal ohne Krone, aber mit silbernem Halsband. Er schreitet auch auf einer roten Zinnenmauer schräg abwärts und steht für die Bernburger Herrschaft.


Auf das rechte Wappen der Fürstin Clara, eine geborene Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg (1550-1598) mit den 4 Löwen-Schilden, möchte ich nicht weiter eingehen.


Auch eine lateinische Inschrift sowie die Stuckdecke mit den Initialen VF für Victor Friedrich von Anhalt-Bernburg (1700-1765) sind sehr sehenswert. Leider habe ich dazu keine Bilder mehr gefunden. (Dreimal umgezogen ist eben wie einmal Abgebrand, sagt ein Sprichwort!)


Einige Details aus dem Schlosshof.



Quelle: frank



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Die anfangs erwähnte und gezeigte Baulücke nach Abbruch des Verbindungsbaus von der anderen Seite, vom Schlosshof aus.




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Weiter geht es zum 37 Meter hohen Schlossturm, der im Volksmund "Grauer Turm" genannt wird. Wenn man ihn sieht, weiß man warum, oder? Der Wendelstein (Treppenturm) wurde außen an den Bergfried der ehemaligen Burg angebaut. Soll in der Zeit geschehen sein, als die Burg zum Schloss (1566-1573) umgestaltet wurde. Auch eine Erhöhung um zwei Stockwerke wurde vorgenommen. Zu "Burgzeiten" wurden die unteren Geschosse als Verlies genutzt, welches nur durch ein Loch mittels Leiter vom oberen Stockwerk erreichbar war.
Um in den Schlossturm zu gelangen, geht der Weg durch das an den Turm angebaute Gebäude, das als Museum, Trauzimmer und ehemals als Schlosscafe‘ genutzt wurde. Auf einem meiner alten Bilder steht das noch „geschrieben“.




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So, nun aber hinein bis hinauf in des Fürsten „gute Stube“.



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Nach und nach "arbeiten" wir uns Turmzimmer für Turmzimmer nach oben. Jeder Raum nimmt die ganze Etage ein.
Zuerst die …. Arrestzelle, das Verließ befindet sich darunter und ist nicht zugänglich.



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und der Blick hinein.



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Dann die ….Kemenate, hier vermisse ich den typischen Kamin zur Beheizung. Diese sind in den beiden darüber liegenden Räumen vorhanden.



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Auch hier ein kurzer Blick hinein.



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Und die …. Studierstube mit „Privatlehrerin“.



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Zu sehen sind Bücher, ein Kamin und ein „Hochsitz“, hier hatte man Licht und einen warmen Rücken.



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Ich möchte mal einen Blick aus dem Fenster werfen. Der Blick geht über den Schlosshof und dem Treppenturm bis zur Saale.




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Und zum Schluss das oberste Turmzimmer mit der „Fürstentafel“. Na dann, Guten Appetit!



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Hier kann man den Ausblick in die (unendlichen) Weiten des Naturparks "Unteres Saaletal" und das Naturschutzgebiet "Plötzkauer Auenwald", eines der größten Auenlandschaften Europas, genießen. Der Schlossturm von Bernburg ist sogar erkennbar.



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Kurz noch die Kamera aus dem Fenster gehalten. Die Höhe ist spürbar!



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Den Wendelstein wieder bis nach unten.



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Wieder unten angekommen, geht es durch einen schmalen Gang mit Gewölbe. Der sich darüber befindliche Hohlraum soll zu einem einst existierenden Geheimgang gehört haben.
Ja auch so etwas gehört zu einem alten Schloss.



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Weiter geht es in die Kreuzritterausstellung "Salam aleikum - Heil über Euch". Mit vielen hundert Figuren wird die Schlacht des Grafen Bernhard II. von Plötzkau bei Doryläum in Anatolien (01.07.1097) gegen die türkischen Seldschuken dargestellt. Was für ein Gewimmel und Gewusel!!



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Hier bekommt man einen Überblick über die damaligen Kreuzzüge.



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Mit diesem Schachspiel kann man bestimmt spielen wie einst die Fürsten und Könige.



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Eine weitere sehenswerte Ausstellung heißt "7000 Jahre Landwirtschaft". Viele originale Fundstücke aus der Region geben einen Überblick zur Entwicklungsgeschichte der Landwirtschaft der letzten 7000 Jahre, ergänzt von zahlreichen Modellen landwirtschaftlicher Maschinen und Gerätschaften.



Direkt vor dem historischen Zugang der ehemaligen Kernburg steht das in neuem Glanz erstrahlte sogenannte Prinzenhaus. Es wurde bis 1655 als Münzstätte des Fürstentums sowie Wohn- und Werkräume für die Münzmeister genutzt. Ja auch Münzen wurden hier geprägt!
Das Wappen über der Eingangstür ist nur eine Kopie, denn das Original wurde gesichert und ist auch hier im Schlossmuseum ausgestellt.


Das Prinzenhaus.



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Das Wappen (Kopie). Links, das aus dem Fürstensaal über dem Kamin bekannte Wappen derer von Anhalt mit 9 Schilden und rechts das der Fürstin, hier nur nicht in Farbe.



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Das Wappen (Original). Hier lässt sich sogar die kunstvolle Rückseite bestaunen. Da hat man sich damals richtig Mühe gegeben.



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Bevor wir die Weiterreise antreten, noch eine Runde außen am Schloss entlang. Durch diese schmale Öffnung geht es hindurch.



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Von dort aus noch ein Blick zurück zum Schloss.



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Einmal rings herum.



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Die Wetterfahne „verrät“ uns die Jahreszahl des oben beschriebenen Umbaus.



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Der ehemalige Graben vor dem Schloss ist noch teilweise gut zu erkennen.



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Der alte Bergfried hat es mir wieder angetan und so blicke ich noch ein letztes Mal zum Himmel.



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Das Schloss steht heute unter der Verwaltung der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, wie man hier lesen kann.



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Mehr Infos gibt es auf der Seite des Vereins Schloss Plötzkau e.V.;


http://www.schloss-ploetzkau.de/





Noch ein Blick "um die Ecke" zur Kirche, die westlich auf der gleichen Anhöhe steht, wie das Schloss. Die erste Erwähnung der dem heiligen Georg geweihten Kirche stammt aus dem Jahre 1228. Der untere Turmschaft sowie der Kern des Kirchenschiffes stammen noch aus dem 13. Jh.
Turmaufsatz und den spitzen schiefergedeckten Helm sind von 1864/65. 1893 wurde das kreuzförmige Kirchenschiff in gotischen Formen erneuert.
Die zugemauerte Fürstengruft mit fünf Särgen ( u.a. Fürst August von Anhalt-Plötzkau und Gemahlin Sibylle) befindet sich unter dem Altar und wurde angeblich nur einmal im Jahre 1756 geöffnet.



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Wer möchte kann von Plötzkau aus weiter mit dem Fahrrad Richtung Bernburg radeln.




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Und noch ein letzter Blick zurück nach Plötzkau. Weit sind die Türme von Schloss und Kirche zu sehen.



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Ich hoffe die kleine Reise in Plötzkaus Vergangenheit und Gegenwart hat Euch Spaß gemacht und animiert den einen oder anderen auch dorthin zu fahren. Es lohnt sich!!

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Ein freundliches "Burg auf"
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Burgen Burgruine Anhalt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Ich habe es geschafft in zweierlei Hinsicht! Zum einen war ich im Harz, an jenem geheimnisvollen Ort, an dem einst die große stolze Burg Anhalt stand und zum anderen habe ich diesen Bericht fertig! Für den habe ich länger gebraucht als für Anfahrt, Aufstieg, Besichtigung, Abstieg und die Heimfahrt zusammen.

Geplant im Jahre 2012 zur 800 Jahrfeier von Anhalt und nun der Besuch des großen Hausbergs (397,9 m ü NN) im Frühjahr 2014! Ja ja inzwischen haben wir Herbst.
Da die Natur alles verdeckt und "versteckt" ist die beste Zeit zur Besichtigung das frühe Frühjahr nach der Schneeschmelze. Ich war schon fast zu spät, wie man an Hand der Bilder mit dem vielen frischen Grün sehen kann.
Aber der Reihe nach….

Mit Freunden bin ich erst mal nach Ballenstedt gefahren, um ihnen das äußerst detailgetreue Modell der Burg Anhalt zu zeigen und einiges zu erklären. Es steht direkt unterhalb und in Sichtweite des Schlosses Ballenstedt. Ich hatte bereits hier im Forum darüber berichtet.



Quelle: frank



Die Ruine der Burg Anhalt, die dem Land Anhalt seinen Namen gab, ist mit dem Auto über Mägdesprung bis zur Selkemühle, der ehemaligen Lehmmühle, wo einst die Ziegel im Klosterformat für die Burg hergestellt wurden, erreichbar. Wir befinden uns hier im Naturschutzgebiet Oberes Selketal des Landkreises Harz. Das heißt viel frische Luft, viel Wald und leider auch viel Aprilwetter. Mit passender Kleidung hatten wir keine Probleme mit dem "Regensonnenmix".

Vom Parkplatz geht es zu Fuß über die Brücke der Selke und dann stetig bergauf (ca. 1,8 km) bis zum Standort des ehemals ersten Tores der damaligen Burg (gut ausgeschildert).
Zunächst Bilder, die ich während des Aufstieges gemacht habe mit Blick hinauf zum Hausberg.




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Während des Aufstieges gehen einem so manche Fragen und Gedanken durch den Kopf. Was wird uns dort oben erwarten? Gibt es überhaupt noch was zu sehen nach so vielen Jahren des Verlassens und Verfalls? Lohnt sich der Aufstieg? Bin ich vielleicht enttäuscht? Erwarte ich zu viel? Wie werden meine Begleiter reagieren, wenn sie das Burgmodel in Ballenstedt vor Augen haben und dann die Überreste oder was auch immer vor Ort sehen?
Ich könnte noch so weiter machen. Aber was soll ich sagen, wir waren schon am Ziel.

Die erste große Tafel zeigt, so wie die noch kommenden auch, unseren genauen Standort immer mit Blick auf den Grundriss der Burg. So kann man genau nachvollziehen, wo man sich innerhalb der Anlage befindet und wo was gestanden hat. Zugegeben braucht man auch etwas Vorstellungskraft, andere meinen vielleicht Fantasie, wir Burgenfreunde haben beides, oder? Auf geht’s!




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Hier befindet sich auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel mit der Nummer 197. Sie steht immerhin auf einer Höhe von schon 370 Meter ü NN.




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Von dieser Stelle aus kann man schon die nächste Tafel sehen. Das erste Burgtor soll genau hier gestanden haben. Sollten wir in Gedanken daran „klopfen“ und um Einlass bitten, so wie vor hunderten von Jahren. Nein. Das ehemalige Tor steht für uns weit offen.
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Schon können wir die ersten Steine sehen, die sich die Natur zurückzuholen versucht. Auch die Wurzeln sehen viel geheimnisvoller aus, als in einem „normalen“ Wald.




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Bereits von hier aus sieht man, den Blick zur Seite und nach unten gerichtet, die alte Wall-Grabenanlage. Nach so langer Zeit! Beeindruckend!




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Blick wieder geradeaus und weiter bergauf.




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Wir kommen schon zum Standort des damaligen zweiten Tores.



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Nach zwei kommt bekanntlich drei. Das dritte Tor wird auch Kammertor genannt und bildet den damals einzigen Zugang in die Kernburg. Auf dem Weg dorthin kann man schon den Blick nach oben richtend, den Rest des Bergfriedes hinter dem alten vertrockneten Baum sehen.




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Doch ganz so glatt wie gedacht wird es nicht. Ein Weg mit Hindernissen? Wer oder was steht denn da?




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Baum oder Bär fragte einer meiner Begleiter? Was Bär? Ja ein Bär!!
Das war mein Einstieg in die Geschichte Anhalts und die von Albrecht dem Bären, dessen Grablege sich bekanntlich in der Nähe (Schloss Ballenstedt), wo auch das Modell der Burganlage Anhalt steht, befindet.
Nachdem sich die erste „Aufregung“ gelegt hatte, sind wir näher ran. Immer den Blick auf den Bären gerichtet.




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Da immer noch gegrübelt wurde, wie der Bär hierher kam, machte ich auf den weiten Blick ins Selketal aufmerksam.



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Jetzt waren alle bereit in die Kernburg „einzumarschieren“. Zu klettern ist wohl besser beschrieben. Es gibt nur „Trampelpfade“, keine Wege. Also hinsehen wo Du hintrittst!!


So sah vermutlich das Kammertor mit Zugbrücke aus. Auf der Karte ist gut zu sehen, dass wir inzwischen eine halbe Runde um die Kernburg herum sind. So konnten die damaligen Burgbewohner sehen, wer da zu Besuch kam oder böse Absichten hatte. Dann blieb das Tor eben zu.




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Wer mehr zum Bären wissen möchte, muss nur am selben vorbei und das Schild, das an der Rückseite angeschraubt ist, lesen.




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Hinter dem Tor gleich rechts stand die Burgkapelle. Hier kann man noch heute im freien Platz nehmen und die Stille genießen. Stille ist genug für alle da, denn die nächste Straße ist weit genug weg.
Außerdem waren wir 6 die einzigen hier oben.




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Gleich neben der Kapelle kann man, wie es auf der großen Tafel in der Überschrift steht, den Ramberg-Blick bestaunen.



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Als Andenken, das der Wanderer auf der Burg Anhalt war und den Ramberg-Blick genossen hat, konnte man an dieser zweiten Stempelstelle mittels Stempel sich einen feuchten Abdruck machen. Ja leider leider hat es jemand mit dem Andenken zu wörtlich genommen und den Stempel gleich ganz mitgenommen. Die Sicherung, ein dünner Metalldraht war gleich mit herausgerissen.
Auf das der Bär dem bösen Dieb gleich eins mit der Pr…. Tut mir leid, aber das sind Dinge im Leben die ich noch nie verstanden habe. Warum tun das einige wenige Menschen heutzutage, (fast) alle sind gut gebildet und zivilisiert (meint man), zerstören oder stehlen, um anderen eins auszuwischen oder sich etwas zu beweisen!!?
Na ja der Kasten steht noch am Ramberg-Blick.




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Kommen wir zum einstigen Wohnhaus der Herrschaft der Burg Anhalt, dem Palas.




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Auch hier wurde uns eine Begegnung zu teil. Plötzlich stand vor uns ein ein Zwerg?




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Dieser ließ uns aber „ohne ein Wort“ in die Ruine des Palas.



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Vom Palas ging es weiter durch das weitläufige Burggelände Richtung Bergfried.




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Ich bin mehrmals um den „Dicken“ herum und machte immer mal wieder ein Bild.




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Bis in die hinterste Burgecke sind wir „gekrochen“. Vom südlichen Teil der Kernburg ist leider nicht mehr viel zu sehen.



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Man sagt zwar immer, man sollte von Reisen so viel wie möglich „mitbringen“, das habe ich nicht getan. Alle Steine lagen bei Verlassen der Burg noch genau dort, wo sie vorgefunden wurden.
Da hat der askanische Bär am Burgzugang schon aufgepasst!
Ich habe zwar nichts mitgenommen, aber reicher als vor der Besichtigung war und bin ich allemal!

Die Bildung kam natürlich auch hier nicht zu kurz, dank der vielen Schilder beispielsweise, die die verschiedenen Baumarten links und rechts des Weges erklärten.




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Apropos Weg! Es wurde langsam Zeit, die Heimreise anzutreten oder besser noch eine andere Burgruine zu besuchen, die auf dem Heimweg steht, liegt bzw. auf uns wartet!
Wir nahmen den gleichen Weg zurück, auf dem wir auf den Berg gewandert sind, aber man kann es an Hand der Bilder sehen, alles sah ganz anders aus.




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Wieder im Tal angekommen, gab es noch mitgebrachten warmen Tee und etwas zu knabbern. Alle waren sich einig, es hat gefallen, ja, es war anstrengend, ja, würden es wieder tun, ja.


Kurz zur Geschichte;
- 1115 bis 1123 Bau der Burg im Auftrag Graf Ottos von Ballenstedt (der Reiche, 1070-1123, Vater von Albrecht dem Bären 1100-1170)
- 1140 erste Zerstörung der Burg während einer Fehde zwischen Markgraf Konrad von Meißen (der Große, 1098 - 1157) und Erzbischof von Magdeburg (Konrad von Querfurt 1100-1142)
- 1147 lässt Albrecht der Bär die Burg neu aus Ziegelsteinen, was bauhistorisch untypisch für diese Zeit und Gegend war, errichten
- es war eine der größten Burganlagen im Harz, die Gräben um die Burg hatten eine Länge von immerhin 543 Metern
- nur bis 1300 bewohnt, anschließender Zerfall
- 1822 Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg ließ den 84 Meter tiefen Brunnen ausgraben, ein vermuteter Schatz (der Sage nach) fand man nicht
- 1901 bis 1907 fanden Grabungen auf dem Gelände der Ruine unter Leitung des Baurates Brinckmann aus Braunschweig statt
- erhalten und noch gut zu sehen sind Reste der Kapelle, vom ehemaligen Palas und der Stumpf des ehemaligen Bergfrieds (ca. noch 3 Meter hoch) Siehe Bilder

Diese Rekonstruktionszeichnung zeigt nochmal deutlich, wie einst die Burg Anhalt ausgesehen haben könnte.

http://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=862/



Hier gibt es noch viel mehr Wissenswertes zur Geschichte, zur Burgruine und deren Erreichbarkeit;


http://www.burg-anhalt.de/


http://www.harzlife.de/extra/burgruine_anhalt.html


http://www.burgen.ausflugsziele-harz.de/...lt-selketal.htm

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Ein freundliches "Burg auf"
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