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Zum Ende der Seite springen Bischofsburg in Wittstock an der Dosse und LAGA 2019
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Bischofsburg in Wittstock an der Dosse und LAGA 2019 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo liebe Burgen- und Schlösserfreunde!!

Alle die zurzeit die Bischofsburg in Wittstock an der Dosse mit dem Museum zum Dreißigjährigen Krieg und dem Ostprignitzmuseum im Landkreis Ostprignitz-Ruppin besuchen möchten, müssen über das Gelände der Landesgartenschau (LAGA) in Brandenburg. Hier gab es viele Blumen und auch viel Grün in Form von wilden Wiesen wie vor der Burg und an der Stadtmauer.


Quelle: frank


Der Eintritt zur Burg und Museum ist zwar im Preis der LAGA enthalten, aber mit 14 Euro pro Erwachsenen (Kinder 4 Euro) sehr saftig. Dafür ist das Parken ganz in der Nähe kostenlos.
Übrigens ist die LAGA, die bereits seit 18. April „läuft“ noch bis 6. Oktober 2019 geöffnet.
Noch kurz einige Worte zur Dosse. Es ist ein Nebenfluss der Havel und hat eine Länge von ca. 96 km.

Aber zurück zur Burg, die auch „Alte Bischofsburg“ genannt wird, warum weiß allerdings niemand mehr so genau, da es keine „neue“ gibt!
Hier saßen und residierten die Bischöfe von Havelberg zwischen 1271 und 1548.
Havelberg ist einigen sicher noch bekannt, denn unter anderem war hier 2015 die Bundesgartenschau BUGA, gleichzeitig auch in Brandenburg an der Havel und in Premnitz und in Rathenow und im Amt Rhinow/Stölln.
Nun aber wirklich zur Burg.
Am Anfang war einmal eine slawische Siedlung, aus der vor 946 Wittstock und ab 1244 auch die Burg entstand.
Die Burg galt als uneinnehmbar, zumindest bis zum Dreißigjährigen Krieg. Dann begann der Verfall.
Warum gibt es nun auf der heutigen Burg ein Museum zu diesem 30 Jahre andauernden Krieg?
Genau am 4. Oktober 1636 gab es bei Wittstock am Scharfenberg eine Schlacht, die die Schweden gegen die kaiserlichen Truppen und Sachsen für sich entschieden.
Von 1638, als Wittstock von der Pest heimgesucht wurde und die Hälfte der 3000 Einwohner dabei ums Leben kamen, machen wir einen großen zeitlichen „Sprung“ ins Jahr 1995. Da begannen die europäisch geförderten Restaurierungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen an der Burganlage, die Teil der ca. 2500 Meter langen historischen aus Backsteinen im Klosterformat errichteten Stadtbefestigung Wittstocks ist.
Einst hatte diese eine Höhe von 9 bis 11 Meter, denn sie sollte den Bewohnern Schutz vor den unmittelbar benachbarten Slawen bieten.
Heute hat die Stadtmauer noch eine Höhe von 4 bis 7 Meter, immerhin. Auch eines von einst drei Stadttoren, das Gröpertor, aus dem 14. Jh. ist noch vorhanden.



Quelle: frank


Hier ein Blick vom Turm der Stadtpfarrkirche zur Heilig-Geist-Kirche (Turm links) erbaut um 1300 zum Gröpertor (Turm Mitte) und zum Rathausturm rechts mit der Turmuhr.

Noch mal kurz zum Museum des Dreißigjährigen Krieges, das in Deutschland einzigartig ist und zum überwiegenden Teil in dem 32 Meter hohen Bergfried (Amtsturm) untergebracht ist.



Quelle: frank

Diese heutige Höhe wurde Ende des 17. Jh. erreicht, als man den Turm um zwei Geschosse erhöht hatte. An der Fassade sieht man viele Öffnungen, die wieder verschlossen wurden und andere „Narben“. Ein ehemaliger Aborterker ist in Resten erhalten.



Quelle: frank


Na dann lasst uns mal hinein gehen. Das Burgtor steht extra für uns offen. Sicher hatte es im Mittelalter ein anderes Dach.



Quelle: frank


Im Burghof angekommen, müssen wir uns nicht den Weg in die Ausstellung „freischießen“.



Quelle: frank


Auf sieben Ebenen, von der Ersten mit den "Mythen und Wahrheiten" und den „Ursachen des Krieges" auf Ebene 2 bis nach ganz oben unterm Dach zum „langersehnten Frieden" inklusive Ausblick auf Burghof, LAGA-Gelände und Altstadt mit der historischen Stadtmauer sowie der Evangelischen Stadtpfarrkirche St. Marien und St. Martin, eine dreischiffige Hallenkirche der Backsteingotik aus dem 13. Jh., von dessen 68 Meter hohen Turm man wiederum eine tolle Aussicht auf die Burg hat, aber erst nach 203 Stufen! Davon sind die unteren 68 Stufen (Spindeltreppe) historisch gemauert bis ins untere Turmgeschoss, da kann man auch eine Pause machen (Sitzplätze vorhanden). Die anderen 134 Stufen bis zur Aussichtsplattform in der unteren Turmlaterne in 45 Meter Höhe sind aus Holz und führen auch an den Glocken vorbei.
Ein Blick in die Ausstellung.



Quelle: frank



Der Blick vom höheren Turm der Stadtpfarrkirche zum „kleineren“ Burgturm.



Quelle: frank



Quelle: frank


Noch eine Ansicht der Burg aus Richtung Altstadt kommend. Die Burg ist direkt in die Stadtbefestigung integriert.



Quelle: frank




Mehr Infos unter;

http://www.mdk-wittstock.de/


Hier findet Ihr eine gute Rekonstruktion, wie die Burg einst ausgesehen haben könnte;

http://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=2867/



Infos zur Stadtkirche, dem sichtbaren Wahrzeichen von Wittstock, gibt es hier;

https://www.kirche-wittstock-ruppin.de/g.../wittstock.html



Der Vorschlag, speziell für die LAGA 2019 ein besonderes Souvenir, einen 0 Euro-Souvenir-Schein mit dem Laga-Logo und der Bischofsburg darauf herauszugeben, wurde von den Verantwortlichen der Laga und vom Stadtoberhaupt abgelehnt, da man schon ausreichend Souvenirs im Angebot hätte.
Dort im Shop auf der Laga lagen sie, die Strohhüte, Gartenbücher und Samen in Tüten, da kam ich mir vor wie im Gartenmarkt. Aber naja, wenn man seinen Besuchern nicht das einmalig Besondere bieten möchte und Umsätze von mehreren tausend Euro nicht nötig hat.
Und so hätte er ausgesehen, der Souvenirschein;



Quelle: frank


Dieser Schein wurde nicht gedruckt, es ist nur ein Entwurf und somit unverkäuflich!!

Übrigens liefen auf der Landesgartenschau noch mehr Leute ohne Kopf oder auch kopflos herum….




Quelle: frank


Abschließen möchte ich mit einem Satz Fontanes, „Die Freiheit ist das größte Glück“, der an der Stadtmauer zu lesen ist.



Quelle: frank


An Stelle von Freiheit kann man auch ein anderes Wort mit „F“ setzen, dass aber mehr mit Menschenverstand als mit Glück zu tun hat „Frieden“. Leider nicht überall auf dieser unserer einen Welt zutreffend.

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13.08.2019 12:03 frank ist offline E-Mail an frank senden Beiträge von frank suchen Nehmen Sie frank in Ihre Freundesliste auf
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Guten Abend Frank,

danke für deinen Artikel. Ich würde jedoch empfehlen, die Bischofsburg nach der Laga zu besuchen. Sehr viel weniger Leute und mehr Zeit.

Für mich ist es eine interessantesten Burg und Stadtmauer in Brandenburg. Vielleicht bezieht sich das "alt" ja auf den slawischen Burgwall, auf dem die errichtet wurde!

Schönen Abend

Mario

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