Burgen und Schlösser
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Zum Ende der Seite springen Metropolitanstadt Turin 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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Mr. G Mr. G ist männlich
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Bitte um Beachtung:
Eine private Verwendung der von den einzelnen "Mitarbeitern" erstellten Fotos mit Angabe des Autors ist gestattet. Bei einer Publizierung (z.B. im Internet) erbitte ich allerdings eine kurze Mitteilung die ich dann umgehend an die betreffende Person weiterleiten werde.

wehrbauten[at]web.de (Das [at] bitte durch ein @ ersetzen = Spamschutz)

Eine gewerbliche Nutzung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Autors zulässig.

Wichtig:
Bitte denke beim Besuch der Burgen, Schlösser, Festungen oder anderer Bauten daran, dass einige Objekte in Privatbesitz sind. Du alleine bestimmst mit deinem Verhalten ob auch in Zukunft diese Gebäude weiterhin besichtigt werden können. Sollte dir der Zutritt verwehrt werden, respektiere bitte die Privatsphäre der Besitzer.

Derzeit sind 7 Anlagen aufgeführt.

Castello del Valentino
Zitadelle und Festung Turin
Abbazia Sacra di San Michele
Stadtbefestigung Avigliana
Palazzo Madama (Castello)
Palazzo Reale di Torino
Mastio della Cittadella











Castello del Valentino
Ort: Parco del Valentino, 10100 Turin
Besichtigung: Nein
Erhalten: Ja
Nutzung: Sitz der Fakultät Architektur der Universität Turin
>Link<
>Standort<















Abbazia Sacra di San Michele
Ort: Via alla Sacra 14,10057 S. Ambrogio TO
Besichtigung: kostenpflichtig
Erhalten: ja
Nutzung: Baudenkmal
Besucht am: 45. KW 2014
>Link<
>Standort<


Porte San Giovanni




Torre dell'Orologio



Stadtbefestigung Avigliana
Ort: Piazza Conte Rosso, 10051 Avigliana TO
Besichtigung: freier Zugang / Blickkontakt
Erhalten: ja
Nutzung: Baudenkmal
Besucht am: 45. KW 2014
>Link<
>Standort<
>Homepage< (Ital.)
Info: Leider unvollständig, da nicht alle Tore gezeigt werden.













Palazzo Madama (Castello)
Ort: Piazza Castello, 10122 Torino
Besichtigung: kostenpflichtig
Erhalten: ja
Nutzung: Museum
Besucht am: 45. KW 2014
>Link<
>Standort<
>Homepage< (Eng.)
Info: Die vorgebaute, barocke Fassade mit einer imposanten Treppen ist frei zugänglich.











Palazzo Reale di Torino
Ort: Piazzetta Reale 1, 10122 Torino
Besichtigung: kostenpflichtig
Erhalten: ja
Nutzung: Museum
Besucht am: 45. KW 2014
>Link<
>Standort<
>Homepage< (Ital.)
Info: Möbel- und Gemäldesammlung a la Schloss Sanssouci oder Versailles









Mastio della Cittadella
Ort: Via Carlo Promis, 10121 Torino
Besichtigung: kostenpflichtig
Erhalten: ja
Nutzung: Museum
Besucht am: 45. KW 2014
>Standort<
Info: ehem. Haupteingang der verschwundenen Zitadelle

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15.11.2014 15:39 Mr. G ist offline E-Mail an Mr. G senden Beiträge von Mr. G suchen Nehmen Sie Mr. G in Ihre Freundesliste auf
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Zitadelle und Festung Turin

Die Gegend der heutigen Hauptstadt des Piemont ist bereits in vorrömischer Zeit vom keltisch-ligurischen Stamm der Tauriner besiedelt. Die Bezeichnung stammt vom keltischen Wort „Tau“, was „Berge“ bedeutet. Im italienischen kann der Name als „kleiner Bulle“ übersetzt werden. Der Bulle ist demzufolge das Wappentier der Stadt.

Vermutlich haben die Kelten bereits Befestigungen errichtet. Konkreter wird es ca. 28 vor Chr., als die Römer das Militärlager Castra Taurinorum, später Augusta Taurinorum, erbauen. Bei der Größe kann man kann sich am Quartiere Romano, dem ältesten Stadtteil, orientieren.
Die nächste große Bauphase erfolgt im 13. Jh., als Turin von den Herzögen von Savoyen erobert wird. Diese wählen Turin als ihre neue Hauptstadt und errichten sie von Grund auf neu. Dabei bleibt die römische Straßenstruktur erhalten. In der Renaissance wird im Südwesten anstelle der Bastion San Pietro von 1564 – 1577 eine fünfeckige Zitadelle hinzugefügt.



Die fünfeckige Zitadelle schloß sich an den rechteckigen Grundriss der Stadt an. Dieser ist seit den Römern unverändert geblieben. Mittelpunkt der von Militäringenieur Francesco Paciotto errichteten Stadtburg war eine große Zisterne mit spindelförmiger Doppelrampe sowie einem unterirdischen Defensivsystem. Zur Stadtseite hin befindet sich heute noch der Haupteingang, der Mastio.


Südlich ist der Mastio zu erkennen


Zisterne


Vorderseite







Von der Zitadelle haben sich bis heute der Mastio (Artilleriemuseum), die Zisterne (teilweise unterirdisch erhalten, jedoch nicht zugänglich) und im Museo Pietro Micca die unterirdischen Minengänge erhalten.



Während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701 – 1714) werden Zitadelle und Stadt in Vorbereitung einer Belagerung zu einer Festung weiter ausgebaut, um den Franzosen Paroli bieten zu können. Dabei wurden auch die unterirdischen Minengänge erbaut. Der Grundriss der Stadt ist nunmehr oval, die ehemalige römische Stadt als Quartiere Romano integriert.





1706 ist es soweit. Die Franzosen belagern Turin und erreichen fast Ihr Ziel, die Stadt wird jedoch, angeblich, durch den Mineur Pietro Micca gerettet. In der Altstadt befinden sich bis heute in den Hauswänden eingemauerte Kanonenkugeln, die von der Belagerung zeugen. Die vielfältigen Gründe für die Belagerung bitte selbst nachlesen.





Exkurs: Die Geschichte vom Mineur Pietro Micca
Die Zitadelle umfasste nicht nur die oberirdischen Bauwerke sondern auch die unterirdischen Minengänge. Diese liefen bis weit vor die Zitadelle hinaus. Die Minengänge hatten zwei Stockwerke, dessen tiefere Hauptgalerie das Herz der Zitadelle mit dem äußersten quer laufenden Minengang Quergang verband. Der Verlauf richtete sich nach den Bastionen. Eine Treppe verband ihn mit der höher gelegenen Galerie, von der man aus Zugang zu den Gräben erlangte. Am 29. August 1706 schaffte es eine kleine Gruppe französischer Grenadiere, sich zu einen dieser Zugänge vorzukämpfen und einzudringen. Ziel war die tiefer gelegene Hauptgalerie, um in die Zitadelle vorzudringen. An der Treppe zwischen den Gängen war eine Mine deponiert, um diese im Notfall blockieren zu können. Der 29 Jahre alte Mineur Pietro Micca schickte seinen Partner weg, zündete die Mine mit einer sehr kurzen Lunte und rannte weg. Er kam jedoch nicht weit. Die Explosion verhinderte zwar das Eindringen, er starb jedoch dabei. Man fand ihn ca. 40 m weit weggeschleudert, ein Kreuz erinnert heute an die Stelle.
Im Museo Pietro Micca kann man die Minengänge betreten, die Pietro-Micca-Treppe (Ort der Explosion), den Zugang zum Gang als auch den Sterbeort des Mineurs sehen.


Modell der explodierten Minengänge der Zitadelle








Treppe von Pietro Micca






Zugang zur oberen Galerie


Zweite, neue Treppe anstelle der Explodierten


Krater


Fundstelle von Pietro Micca


Minengang


Gang, an dessen Ende die Mine in der Pulverkammer positioniert wurde. Dieser geht um mehrere Ecken, um die Wucht der Explosion für den Mineur zu mindern.

Nach der dem Krieg verlor die Zitadelle ihre militärische Bedeutung und wurde hauptsächlich als Kaserne genutzt. 1815 erfolgte während der Napoleonischen Kriege (1792 – 1815) die kampflose Übergabe von Zitadelle und Stadt durch den Österreicher Jakob Lenk von Wolfsberg an Frankreich. Ab 1856 werden die Zitadelle und Festungsanlagen abgebrochen, um die Stadt zu erweitern. Dabei wird die bereits von den Römern angelegte Straßenstruktur fortgeführt. Von der Festung ist heute bis auf zwei Bastionen in den Giardini Reali nichts mehr erhalten.




Die Bastion links oben ist rekonstruiert. Darin befindet sich heute ein Parkhaus.






vermauertes Tor















Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Quellen
Wikipedia
Broschüre Museo Pietro Micca

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